Jesus im Garten Gethsemane – Gebet und Gefangennahme

Bibeltext Mk 14,32-50

Jesus in Gethsemane

32Und sie kamen zu einem Garten mit Namen Gethsemane. Und er sprach zu seinen Jüngern: Setzt euch hierher, bis ich gebetet habe. 33Und er nahm mit sich Petrus und Jakobus und Johannes und fing an zu zittern und zu zagen 34und sprach zu ihnen:  Meine Seele ist betrübt bis an den Tod; bleibt hier und wachet!

35Und er ging ein wenig weiter, fiel nieder auf die Erde und betete, dass, wenn es möglich wäre, die Stunde an ihm vorüberginge, 36und sprach: Abba, Vater, alles ist dir möglich; nimm diesen Kelch von mir; doch nicht, was ich will, sondern was du willst! 37Und er kam und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Simon, schläfst du? Vermochtest du nicht eine Stunde zu wachen? 38 Wachet und betet, dass ihr nicht in Versuchung fallt! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach.

39Und er ging wieder hin und betete und sprach dieselben Worte 40und kam wieder und fand sie schlafend; denn ihre Augen waren voller Schlaf, und sie wussten nicht, was sie ihm antworten sollten. 41Und er kam zum dritten Mal und sprach zu ihnen: Ach, wollt ihr weiter schlafen und ruhen? Es ist genug; die Stunde ist gekommen. Siehe, der Menschensohn wird überantwortet in die Hände der Sünder. 42Steht auf, lasst uns gehen! Siehe, der mich verrät, ist nahe.

 

Jesu Gefangennahme

43Und alsbald, während er noch redete, kam herzu Judas, einer von den Zwölfen, und mit ihm eine Schar mit Schwertern und mit Stangen, von den Hohenpriestern und Schriftgelehrten und Ältesten. 44Und der Verräter hatte ihnen ein Zeichen genannt und gesagt: Welchen ich küssen werde, der ist’s; den ergreift und führt ihn sicher ab. 45Und als er kam, trat er alsbald zu ihm und sprach: Rabbi!, und küsste ihn. 46Die aber legten Hand an ihn und ergriffen ihn. 47Einer aber von denen, die dabeistanden, zog sein Schwert und schlug nach dem Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm ein Ohr ab.

48Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Seid ihr ausgezogen wie gegen einen Räuber mit Schwertern und mit Stangen, mich gefangen zu nehmen? 49Ich bin täglich bei euch im Tempel gewesen und habe gelehrt, und ihr habt mich nicht ergriffen. Aber so muss die Schrift erfüllt werden. 50Da verließen ihn alle und flohen.

Impuls

Gemeinsam mit seinen Jüngern geht Jesus in den Garten Gethsemane, um dort zu beten. Jesus fürchtet sich vor dem was kommen wird. Seine Seele ist betrübt und die Angst legt sich wie Dunkelheit um sein Herz. Er bittet Petrus, Jakobus und Johannes mit ihm wach zu bleiben, doch diese schlafen immer wieder ein. Schließlich kommt Judas und verrät Jesus, der daraufhin gefangen genommen wird.

Impulsfragen

  •  Dunkelheit. Kennst du sie aus deinem Leben?
  •  Was macht es dunkel in dir?
  •  Was macht die Welt dunkel?
  •  Wofür brauchst du Gottes Kraft und Hilfe?
  •  Lieg ihm damit in den Ohren. Er hört dir zu.

Wenn du willst, sprich ein Gebet!

Großer Gott,
auch ich kenne Dunkelheit in meinem Leben.
Diese Dunkelheit macht einsam oft können mir Familie und Freunde nicht helfen.
Ich fühle mich allein und habe Angst.
Dass du trotzdem da bist, hoffe ich.

Großer Gott,
in dieser Welt gibt es so viel Dunkelheit.
 Menschen, die alleine sind
 Menschen, die krank werden
 Kinder, die Leiden
Natur, die zerstört wird
Kriege, die Tod und Leid bringen
Viele Probleme, für die ich keine Lösung habe.
Sie machen mir Angst.

Ich weiß nicht, was dein Plan ist, Gott.
Warum du das zulässt.

Hörst du mein Klagen?
Bitte hör mein Klagen!
Und ändere was in dieser Welt!

Station 2