Vom "Bauderverein" zur "Bauder-Kantorei"

Hier können Sie den Flyer der Bauder-Kantorei herunterladen!

Hier können Sie die Bauder-Kantorei hören!

 

Im Sulzer Jubiläumsjahr – 725 Jahre Markt- und Stadtrechte – werden viele Aktivitäten entwickelt, um die Bedeutung und Entwicklung unserer Stadt durch diese Verleihung in Erinnerung zu bringen.


Auch die „Bauder-Kantorei Sulz“, die bis vor kurzem noch als „Bauderverein“ das kirchliche Leben in Sulz bereicherte, wird ihren Teil dazu beitragen.


Die Namensänderung vom „Verein“ zur „Kantorei“ passt gut in das Jubiläumsjahr. Hat doch unser evang. Kirchenchor durch die Namensgeberin „Christiane Gottliebin Bauder“ einen sehr engen Bezug zur Sulzer Stadt-geschichte. Ihrem Vater „Dekan Johann Georg Bauder“ wurde 1793 vom  Sulzer Magistrat das Dekanatsamt mit 18 Pfarreien übertragen. Als 1794 der große alles vernichtende Stadtbrand unsagbares Elend über Sulz brachte, richtete Dekan Bauder u.a. mit seiner weit über die Region hinaus Beachtung findenden „Brandpredigt“ die Bevölkerung wieder auf und gab ihr Trost und Hoffnung.


Tochter Christiane Gottliebin Bauder hatte Not, Elend und Verzweiflung der Menschen, aber auch deren unbeschreibliche Zuversicht und Tatkraft als 18-jährige miterlebt. Beeindruckt von dem Wiederaufbau und aus Verbundenheit zu ihrer Stadt und deren Menschen, wollte auch sie etwas Bleibendes schaffen. So gründete sie 1817 als 40-jährige eine Stiftung zur „Beförderung des religiosen Gesangs“. Es entstand die „Bauder’sche Gesangsanstalt“ die mit einigen Jahren Unterbrechung auch heute noch als „ältester Kirchenchor Württembergs“ aktiv ist.


Da unter der Bezeichnung „Verein“ nicht unbedingt das Wirken eines Kirchenchores zu vermuten ist, wurde nunmehr das von Christiane Gottliebin Bauder formulierte Stiftungsziel in der neuen Namensgebung „Bauder-Kantorei“ transparenter.

Was ist eigentlich eine Kantorei?
Der Begriff „Kantorei“ hat seinen Ursprung bereits im 16. Jahrhundert. Hauptaufgabe der Kantoreien war die Aufführung von anspruchsvoller mehrstimmiger Kirchenmusik bei Gottesdiensten, Hochzeiten und Beerdi-gungen. Durch die kirchenmusikalische Erneuerungsbewegung im 20. Jahrhundert ist diese Bezeichnung heute für evangelische Kirchenchöre wieder häufiger gebräuchlich.
Die Sulzer Bauder-Kantorei wird bestrebt sein, den hohen Ansprüchen einer guten Kantorei stets gerecht zu werden.
Die Stifterin Christiane Gottliebin Bauder hätte bestimmt ihre Freude an dem Wirken der Bauder-Kantorei.

Bauder-Kantorei Sulz

45 Chormitglieder treffen sich dienstags von 20.00 Uhr bis 21.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in der Kanalstraße zur Probe. (Ab 19.30 Uhr treffen wir uns zur "freiwilligen" Stimmbildung.)

 

Die Chorsänger/-innen sehen ihre Hauptaufgabe darin, Gottesdienste an Sonn- und Festtagen etwa 12 mal im Jahr musikalisch mitzugestalten und mit ihrem Singen Gott zu loben.

 

Chorsätze aus verschiedenen Epochen werden einstudiert. Aufführungen von umfangreichen Kompositionen (z.B. Kantaten, J.S. Bachs Weihnachtsoratorium, Mozart-Messen, Mendelsohn-Motetten u.a.) mit verstärktem Chor und Orchesterbesetzung bilden Höhepunkte in der Chorarbeit.

 

Jahresfeier, Ausflüge, Ausgehabend vor den Sommerferien und monatlicher "Nachklang" tragen zur Geselligkeit bei.

 

Singen macht Freude

Singen ist gesund

Singen tröstet

Singen muntert auf

Singen macht fröhlich

Singen bildet gute Gemeinschaft

 

Herzliche Einladung !!!

 

 

Der Chorrat

 

Kontaktadressen:

Chorleiterin Erika Rieder, Telefon 07423/4453

 

Chorrat:

Gerlinde Bach, Telefon 07454/6553 

Ursula Eggenweiler, Telefon 07454/6234 

Karl Mutschler, Telefon 07454/2728

 

 

Termine 2017:

 

19. Februar Gottesdienst

19. März Gottesdienst

11. April Passionsandacht

14. April Karfreitag Konzert 17 Uhr „Passionsmusik aus verschiedenen Epochen“

14. Mai Gottesdienst, Sonntag Kantate

04. Juni Gottesdienst Pfingstfest Sulz und Holzhausen

23. Juli Gottesdienst

24. September Stunde der Kirchenmusik 18 Uhr „Musik und Wort im Hause Luther“

30. Oktober Hauptprobe Bach-Kantate „Ein feste Burg“ 16 Uhr

31. Oktober Fest-Gottesdienst zum Reformationsjubiläum Jubiläum „200 Jahre Bauder-Kantorei“

      Bach-Kantate BWV 80 „Ein feste Burg“

19. November Volkstrauertag - Singen auf dem Friedhof

26. November Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag

10. Dezember Gottesdienst 2. Advent

24. Dezember Gottesdienst Heilig Abend

 

Die Musik ist eine Gabe und ein Geschenk Gottes,

die den Teufel vertreibt und die Leute fröhlich macht.

Marin Luther

Passions-Konzert der Bauder Kantorei in der Stadtkirche Sulz

Tief greifende Einstimmung auf Ostern

Mit Johann Sebastian Bach und Dietrich Buxtehude ging es in die Ostertage: Die Bauder-Kantorei präsentierte die Leiden Christi von der Bibellesung bis zum musikalischen Kunstwerk.

Sulz. „Musik zur Passion“ -unter diesem Titel stand das Konzert, zu dem die Bauder-Kantorei an Karfreitag eingeladen hatte. Viele folgten der Einladung: die Stadtkirche war gut besetzt. Fast 50 Sänger und Instrumentalisten machten nachdenklich und begeisterten. Als eine Art Gesamtkunstwerk erschien die Aufführung, die anschaulich vom Garten Gethsemane nach Golgatha leitete.

Mit lang anhaltendem Applaus bedankten sich die Zuhörer für über eineinhalb Stunden schönster Musik – und durften sich sogar über eine Zugabe freuen. Selten kann man wohl die Leidensgeschichte Jesu so dramatisch und in seiner Quälerei so aktuell berührend erleben, wie es Erika Rieder und ihrem Ensemble an diesem Karfreitagabend gelungen ist. Mit der Musik von Johann Sebastian Bach, aber auch von Homilius, Löwe und Buxtehude wurde das Passionsgeschehen auf eindrückliche Weise nahe gebracht. Als Hauptwerk erklangen die zwölf Choräle aus der Bach´schen Matthäuspassion. Die Chorleiterin bediente mit ihren gut vorbereiteten Sängern, den drei Solisten und einem Instrumentalsextett gewohnt souverän das breite Spektrum dieser berühmten Choralmusik. Da waren einerseits die flüssig und erfreulich feinsinnig vorgetragenen Gesänge, andererseits die das Geschehen kommentierenden und deshalb spannenden Bibeltexte aus dem Matthäusevangelium, die Dekan Ulrich Vallon rezitierte. Wehmütig und schmerzvoll klagend begann gleich der Chor mit „Herzallerliebster Jesu, was hast du verbrochen“ und unterstrich das Zusammenspiel zwischen den Chorsängern und den Violinisten Christine Schneider, Tabea Schneider, Nathalie Schneider und Roman Rucker, sowie Martin Schneider am Cello. An der Orgel begleitete Janina Schaible mit viel Sensibilität. Besonders erhaben klang die von Ruth Fink vorgetragene Sopranarie „Wiewohl mein Herz in Tränen schwimmt“. Wie Jesus Christus als Opferlamm sein Leben hingab, um die Menschen zu erlösen, war zentraler Bestandteil der Heilsbotschaft, die der Dekan zwischen den einzelnen Chorälen nacherzählte. Mit dem berühmten Paul Gerhardt-Lied „Befiel du deine Wege“ brachten die Sänger eine bewegende und angesichts beunruhigender Zukunftsszenarien fast schon festliche Stimmung in die Kirche. Wunderbar setzte die Kantorei etwa beim Choral „O Haupt voll Blut und Wunden“ den Schmerz des Leidens am Kreuz um, der zwischen tiefem, bedrohlichem und verzweifeltem, traurigen Klang wechselte. Der ausdrucksstarke Choral „Wenn ich einmal soll scheiden“ ließ noch lange nachwirken. Getragen von der guten Akustik der Kirche sang schließlich ein kleines Ensemble des Chores die Motette „Tristis est anima mea“ von Johann Kuhnau, dem Amtsvorgänger von Johann Sebastian Bach als Thomaskantor in Leipzig. Dieser Musik verliehen die Sänger eine besondere Innigkeit und große Emotionalität. Mehrstimmig brachte das Gesangsensemble dann „Siehe, das ist Gottes Lamm“ aus der Markuspassion von Gottfried August Homilius zu Gehör, von den Instrumentalisten sorgfältig begleitet. Die Motette „Dank sei dir Herr durch alle Zeiten“ von Carl Löwe, die sich durch eine klare Schlichtheit auszeichnete, spiegelte die Hoffnung auf Frieden wider. Bei Buxtehudes Kantate „Fürwahr er trug unsere Krankheit“ meisterten Christine Röhrig und Wolfgang Lacha ihre schwierigen Soloparts bravourös. Die fast schon ungewohnte Sprödigkeit in dieser Musik machte die biblische Botschaft zu einer bewegenden Predigt. Der Schlusssatz „Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten“ unterstrich einmal mehr die christliche Hoffnung des Osterfestes.

Text und Fotos: Petra Haubold, Südwestpresse

Jahresfeier am 10. Januar 2017

Von Ingrid Vögele

Sulz. Hochkarätige Ehrungen standen im Mittelpunkt der Jahresfeier der Bauder-Kantorei, die Gemeinschaft bestätigend, welche die Leiterin Erika Rieder als besonderes Merkmal hervorhob. Und die Gemeinschaft sorgte auch für den passenden geselligen Rahmen dieser Auszeichnungen. Eine Mozartsonate eröffnete den Abend im evangelischen Gemeindehaus. "Hab oft im Kreise der Lieben", die wohltuende Wirkung des Singens in Gemeinschaft wurde wieder in einem Duett bewusst gemacht. Musik, Ehrungen und lustige Beiträge sollen im Mittelpunkt des Abends stehen, betonte Karl Mutschler und augenzwinkernd begrüßte er dazu auch "Chormitglieder aus höheren Regionen wie Holzhausen, Weiden und Marschalkenzimmern". "Herr Gott, dich loben wir", der "Lieblingsschlager" der Sänger, leitete über zu einem launigen Telefonat von Traude Kirchner mit einer Sangesschwester. Der Rückblick auf 2016 von Rieder beinhaltete die monatliche Gottesdienstgestaltung und Glanzpunkte wie das Herbstkonzert, die Verabschiedung von Pfarrer Schärer und den heiligen Abend. Sie dankte ihren 31 Sängern für ihren Einsatz in 43 Gesamtproben, vielen Register- und Sonderproben, ebenso ihrer Schwester Ruth Finckh für die professionelle Stimmbildung. Ihr Dank galt auch den drei Vorständen für die reibungslose Zusammenarbeit. Im Jubiläumsjahr 2017 wird am Karfreitag ein Passionskonzert aufgeführt und am 24. September ist eine weitere Aufführung als Beitrag zum Lutherjahr vorgesehen. Am 31. Oktober steht das eigene 200-jährige Jubiläum der Bauder-Kantorei an, gefeiert mit der festlichen Kantate "Ein feste Burg ist unser Gott". Ein zartes Duett leitete über zu den Ehrungen. Für 75 Jahre aktives Singen konnte Mutschler den Dank des Chores an Christoph Finckh überbringen. Lange Jahre habe er als einziger Tenor die Kantorei über Klippen hinweg gerettet. Es schätze ihn auf Grund seiner sängerischen Fähigkeiten. Er könne vom Blatt singen und so jemand brauche man, an den man sich anhängen könne. Finckh erzählte, dass er seit seinem ersten Singen an Heilig Abend 1941 nie den Auftritt an diesem Tag ausgelassen habe. Von den Verbänden der ev. Kirchenchöre und der ev. Kirchenmusik wurde sein langjähriges Engagement in zwei Urkunden gewürdigt. Für 40 Jahre Singen, davon 31 Jahre als Chorleiterin und 35 Jahre Organistendienst durfte Erika Rieder eine besondere Auszeichnung entgegennehmen. Mutschler erinnerte an die Anfänge. Finden wir jemand als Leiter? Beifall begleitete den Dank des Chores, "es passt, wir sind alle glücklich und froh". Die Orgel gehöre zu ihrem Leben, sie mache es wahnsinnig gern, bestätigte Rieder. Auch ihr konnte Mutschler die Anerkennung der ev. Kirchenmusik Württemberg und des Chorverbands der Ev. Kirchenchöre Deutschlands für ihren Einsatz überreichen. Weitere Beiträge rundeten den vergnüglichen Teil ab.

Konzert der Bauder-Kantorei am Sonntag, 20.11.2016

Als Höhepunkt ihrer diesjährigen Aktivitäten krönte die Bauder-Kantorei unter Leitung von Erika Rieder ein Chor-Projekt unter dem Motto „Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir“ mit einem abschließenden Konzert am Totensonntag in der Sulzer Stadtkirche.

Das Programm umfasste drei geistliche Chor-Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy, ein Frauenstimmen-Terzett und eine Alt-Arie aus dessen Oratorium Elias sowie die berühmte Messe D-Dur op.86 von Antonin Dvorak in der Orgelfassung.

Für dieses Instrument konnte als gewohnt souveräner und einfühlsamer Begleiter der in Sulz wohlbekannte Oberndorfer Kantor Michael Link gewonnen werden.

Als Gesangssolisten glänzten nicht minder Kristina Röhrig (Sopran), Ruth Fink (Sopran), Christiane Zeeb (Alt), Tobias Haas (Tenor) und Wolfgang Lacha (Bass).

Dekan Ulrich Vallon las von der Kanzel zwischen einzelnen Musik-Beiträgen besinnliche Texte, passend zum Konzert-Motto und zum Ende des Kirchenjahres.

Dem hohen musikalischen Anspruch der ausgewählten Werke angemessen, hatten die Proben unter der Mitwirkung zahlreicher Gast-Sängerinnen und –Sänger bereits Ende Mai 2016 begonnen und neben den wöchentlichen Dienstags-Proben auch wieder etliche Samstag-Nachmittage beansprucht.

Der sehr gute Publikumszuspruch, die vielen positiven Rückmeldungen aus Presse und Zuhörerschaft sowie das erfreuliche Spenden-Aufkommen am Ende des Konzerts belohnten auch dieses Mal die Bemühungen und das Engagement der Mitwirkenden.

„Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir“

Konzert der Bauder-Kantorei

am Ewigkeitssonntag 20. November 2016

um 17 Uhr in unserer Stadtkirche

 

Es singt und klingt wieder aus dem Gemeindehaus, denn die Bauder-Kantorei bereitet sich derzeit auf das Konzert zum Ewigkeitssonntag vor.

Es steht diesmal unter dem Thema „Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir“.

Zur Aufführung kommen verschiedene Vokalwerke von Felix Mendelssohn Bartholdy.

Das bekannte achtstimmige Stück „Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir “aus dem Oratorium „Elias“ bildet sicherlich schon einen Höhepunkt des Konzertes.

Außerdem wird die Motette „Aus tiefer Not ruf ich zu dir“ und der Chorsatz „Verleih uns Frieden“, beides Stücke nach Texten von Martin Luther, zu hören sein.

Sicherlich ein Hörgenuss der besonderen Art wird die Messe in D-Dur von Antonin Dvorák. Diese Messe wurde „ein in seiner Art einmaliges Meisterwerk der Spätromantik“ genannt.

Doch Dvorák schrieb die Messe als sein persönliches Zeugnis von „Glaube, Hoffnung und Liebe zu Gott“ und er schrieb sie „zur Ehre unserer Kunst“.

Diesem doppelten und hohen Anspruch wird das Werk ohne jede Anmaßung gerecht. Mit seinen traditionellen Formen und erprobten satztechnischen Mustern, den manchmal fast volkstümlich bzw. volksliedhaft geprägten Gedanken und dem harmonischen Reichtum spricht das Stück die Zuhörer unmittelbar an.

Komponiert wurde die Messe für die Einweihung der Schlosskapelle im böhmischen Luzany. Die Uraufführung der Messe am 11. November 1887 leitete Dvorák selbst.

Die Solopartien werden von Kristina Röhrig (Sopran), Christine Zeeb (Alt), Tobias Haas (Tenor) und Wolfgang Lacha (Bass) gesungen.

Begleitet wird die Bauder-Kantorei an der Orgel von Michael Link.

Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei. Zur Deckung der Unkosten bitten wir jedoch um eine Spende.

Herzliche Einladung.

Ihre Bauder-Kantorei

Die Bauder-Kantorei informiert- Wellness mit Singen!!!

Endlich ist mir ein geeigneter Bericht über die vielen Vorteile des Singens in die Hände gekommen. Erschienen im BONUS-Heft der Volksbank Rottweil. Wellness – das Schlagwort in der heutigen Zeit. Jeder und jede rennt zum Fitness-Studio, in die Wellness-Oase,ins Solarium und, und … schwitzt und hetzt sich ab nur um gesund und fit zu bleiben. Dabei ist es doch viel einfacher: Man braucht dazu keine Badelandschaft und kein Fitnesscenter, ja noch nicht einmal ein ausgearbeitetes Programm. Nur eines ist nötig, und das hat man immer bei sich: Die eigene Stimme !!!!

Der Körper entspannt sich. Die Stimmung steigt. Wer gerne singt, erfährt regelmäßig, dass diese Beschäftigung wohltuend ist. Neue Studien weisen den gesundheitlichen Wert des Singens jetzt auch wissenschaftlich nach. Es fördert die Durchblutung, stärkt das Immunsystem und regt Herz und Kreislauf an. Sogar das Risiko für Demenz und Schlaganfälle sinkt. Auch bleibt die innere Ausgeglichenheit nicht verborgen. „

„Zusammengekniffene Lippen werden weicher, angespannte Augen wirken groß und strahlend, eingefallene Wangen wirken voller und sind bei einigen sichtbar besser durchblutet“ so die Musikdozentin Martina Freytag.

Sind das nicht alles gute Gründe um sofort und heute noch mit dem Singen zu beginnen.
Wir von der Bauder-Kantorei Sulz freuen uns über jede neue Sängerin und noch mehr über jeden neuen Sänger. Oft haben unsere Frauen vom Vorstand und unsere Dirigentin schon eingeladen und gebeten doch mitzusingen – bisher erfolglos. Versuchen Sie es doch einmal und Sie werden die Erfahrung machen, dass die oben genannten Ausführungen zutreffen. Sie werden begeistert sein und sich ärgern, dass Sie nicht bereits früher mit dem Singen begonnen haben. Es ist nie zu spät, seine eigene Stimme neu zu entdecken. „Wer sprechen kann, kann auch singen“ so die Erfahrung der Gestalttherapeutin Cordelia Zipperling – sie arbeitet in Bonn mit Menschen die es leid sind zu hören, dass sie schief singen.

Zur Chorprobe der Bauder-Kantorei, die jeden Dienstag im evangelischen Gemeindehaus von 20.00 bis 21.30 Uhr stattfindet, sind auch Sie herzlich eingeladen. Ab 19.30 Uhr besteht die Möglichkeit in der Sing-Werkstatt der Bauder-Kantorei kostenlos an der Stimmbildung teilzunehmen.

Also bis auf bald im Chor !!!!

Bericht zur Jahreswende 2016

Entgegen sonstiger Gewohnheit verzichtete die Bauder-Kantorei heuer auf eine interne Jahresfeier 2016, nachdem bereits am 3.Januar die Mehrzahl aller Beteiligten den erfolgreichen Abschluss des Projekts „Weihnachtsoratorium“ mit einem gemeinsamen Abendessen ausgiebig gefeiert hatten.
Die aktuell anstehenden Ehrungen beschloss man zum Abschluss einer verkürzten ersten Chor-Probe vorzunehmen. Mit Inge Gühring und Anne Wössner können zwei bewährte und verdiente Altistinnen des Chores auf jeweils 25 Jahre Mitgliedschaft bei der Bauder-Kantorei zurück blicken.
Eingerahmt durch zwei Wunsch-Chorsätze überreichte Vorstandsmitglied Ursula Eggenweiler die Urkunde des Evangelischen Kirchenmusik-Verbandes nebst einem Blumengeschenk an Inge Gühring. Die leider an diesem Abend krankheitsbedingt abwesende Anne Wössner soll dann zu einem späteren Zeitpunkt geehrt werden.
Je ein Geschenk erhielten im Rahmen der kleinen Feier auch Kantorin Erika Rieder, die sich nochmals beim Chor für ein zwar äußerst probenintensives aber dafür sehr erfreuliches Jahr 2015 bedankte, sowie Stimmbildnerin Ruth Fink für ihre unüberhörbar gute Arbeit am Chorklang.
Schließlich gab Erika Rieder noch einen kurzen Ausblick auf die geplanten Aktivitäten im laufenden Jahr 2016. Neben einer allmonatlichen Beteiligung am üblichen Sonntagsgottesdienst stehen insbesondere Auftritte an Karfreitag, bei der Verabschiedung von Pfarrer Schärer Anfang April, an Pfingsten und zum Reformationsfest auf dem Plan. Konzertanter Höhepunkt ist dann am Ewigkeitssonntag die Aufführung der Messe D-Dur von Antonin Dvorak in der Orgelfassung.

                                                                                                           Karl Mutschler

Weihnachts-Oratorium, Konzert am 3. Januar 2016

War man als Zuhörer beim ersten Teil des Weihnachtsoratoriums schon überwältigt, so vermochten Sänger und Instrumentalisten die Besucher beim zweiten Teil noch mehr in den Bann zu ziehen.
Zur Aufführung unter der Leitung von Erika Rieder kamen die Kantaten IV, V und VI, von Bach für den ersten Januar bzw. den ersten Sonntag nach Neujahr und den 6. Januar vorgesehen. Inhaltlich berichtete der Rezitator von der Beschneidung und Namensgebung Jesu sowie den drei Weisen.
Stille senkte sich über sakralen Raum, man lauschte den Glocken. Ruhe bereitete die Menschen auf die Schönheiten des zweiten Teils vor. Jubelchöre mit vollem Orchesterklang, einschließlich einer wunderbar angepassten Orgel, hüllten ein, rissen mit und versetzten in das biblische Geschehen, wieder als tragendes Element vom Tenor erzählt. Der Hörnereinsatz verlieh einen ganz eigenen weichen Charakter. Feierlich meditativ vernahm man die Namensgebung, wunderbar wurden die Fragen der Menschen in einer Sopranarie mit Echosopran beantwortet. Der Besuch der Weisen kündigte sich an. Bach zog eine schlichtere Instrumentalisierung vor, da dieser Teil von ihm für einen gewöhnlichen Sonntagsgottesdienst vorgesehen war. Dennoch setzte die starke Ausdruckskraft des Evangelisten das Erschrecken des Herodes deutlich in Szene. Ein bewegendes Terzett aus Sopran, Tenor und Alt sprach die Sehnsucht nach dem Erscheinen Gottes aus, beruhigt durch die Stimme des Glaubens im Alt-Rezitativ. Ergreifend schlicht und eindringlich unterstützte ein starker Chor die Glaubensaussage. Man wagte kaum zu atmen, so sehr war man berührt. Musik und Worte wirkten nach, denn erst nach geraumer Zeit erfüllte wieder ein satter Klang die Kirche im Eröffnungschor zum Schlussteil. Ein virtuoser Trompetenpart, Paukenschläge, voller Instrumenten- und absolut reiner Stimmeinsatz erhoben sich in einer emotionalen Ausdruckskraft, welche die Herzen erreichte, man hätte am liebsten applaudiert. Heuchlerisch vernahm man den Anbetungswillen des Herodes und hörte sein Erschrecken. "Ich steh an deiner Krippen hier", in der Interpretation war hier die Liebe der Sänger zum Singen und ihrem Oratorium zu spüren. Sichere Einsätze, wohltönender Gesamtklang bestens aufeinander abgestimmter Mitwirkender in höchster Konzentration ließen das Werk zu einem Erlebnis werden. Ein Finale mit allen vier Solisten, allen Instrumentalisten und Sängern setzte einen grandiosen Schlusspunkt. Gerne lauschte man nochmals dem Finalchor als Wiederholung nach minutenlangem Beifall.
Mitwirkende waren die Bauder- Kantorei mit Gastsängern, das Stuttgarter Kantatenorchester, Janina Schaible (Orgel), ein Trompeten-Ensemble aus Villingen-Schwenningen, Carola Schärer (Sopran), Stefan Storck (Bass), Annerose Schranz (Alt) und Ilja Werger (Tenor).

Ingrid Vögele

Weihnachts-Oratorium, Konzert am 20. Dezember 2015

Minutenlanger Beifall überwältigter Besucher krönte eine gemeinschaftliche Meisterleistung. Die Bauder-Kantorei mit Gastsängern und dem Projektchor des Gymnasiums unter der Leitung von Erika Rieder führte zusammen mit dem Stuttgarter Kantatenorchester und vier Solisten mit dem Weihnachtsoratorium von Bach eine prachtvolle Rarität auf.
Die vertonte Weihnachtsgeschichte, gegliedert in sechs Kantaten und über die Geburt Christi verbunden, zählt zu den berühmtesten geistlichen Kompositionen. Eine vollbesetzte Kirche erlebte die ersten drei Teile. "Jauchzet, frohlocket" rief ein jubelnder Chor der Gemeinde zu, bekräftigt durch vollen Orchesterklang mit akzentuierten Pauken und festlichem Bläserglanz. Vocalisten und Instrumentalisten rissen richtig mit hinein in das Geschehen, das vom Evangelisten in den Rezitativen in einem klaren Tenorsolo erzählt und als Fundament immer weitergetragen wurde. Zwei warme, eindringliche Arien im Alt und im Bass, wunderbar fein instrumental untermalt, lenkten die Gedanken in eine nachdenkliche, meditative Richtung, die vom Chor wieder aufgefangen wurde. Ganz anderen Charakter trug der zweite Teil. Die Nachricht von der Geburt Jesu erreicht die Hirten. Posaune und Trompete schwiegen. Flöten und Streicher vereinten sich als Engelsmusik. Oboen hörte man als weiche, wiegende Hirtenmusik, Schalmaien nachempfunden. Darüber erhob sich ein strahlendes Sopransolo mit der Freudenbotschaft. Kraftvoll und mit wunderbarer Präzision gesungen, legten die 80 Kehlen in den zwei Chorälen wieder einen herrlichen Klangteppich aus. "Ehre sei Gott in der Höhe" als Antwort auf das Rezitativ vernahm man sehr tonmalerisch als Turbachor, hier die Engelschar darstellend. Der dritte Teil beschließt mit der Anbetung der Hirten im Stall die eigentliche Geschichte in der Weihnachtsnacht. Wieder überzeugte ein festlicher Chor mit voller Instrumentierung, der einleitete und als Schlusschor wieder abrundete. Herr, dein Mitleid, dein Erbarmen", bewegend erreichte das Duett zwischen Bass und Sopran die Herzen der Zuhörer in einer absolut stillen Kirche. Kein Geräusch störte das Hineinversenken in Worte und Klang. Eindringlich überbrachte die Bass-Arie die Heilsbotschaft, welche in der Alt-Arie verinnerlicht wurde. Deutlich spürbar und sichtbar war die Liebe des Chores zur geistlichen Musik, sie lebten die Inhalte mit, genauso stimmgewaltig und dynamisch wie das anfängliche Jauchzen erklang das frohlockende Preisen des Schlusses. Bewundernswert frisch und in perfekter Manier unterstützte auch der Projektchor die Bauder-Kantorei, die Choräle waren ein richtiger Hörgenuss, nicht zuletzt durch ein Ensemble, das brillant fein abgestimmt den künstlerischen Eindruck vervollkommnete. Die Gesamtleitung lag bei Erika Rieder, die mit über 100 Mitwirkenden das Konzert zu einem beeindruckenden Erlebnis machte.
Solisten waren Carola Schärer, Sopran, Annerose Schranz, Alt, Ilja Werger, Tenor und Stephan Storck, Bass.
Ingrid Vögele

Weihnachts-Oratorium von J.S. Bach - BWV 248

Johann Sebastian Bach stand im 50. Lebensjahr, als er das von ihm selbst so bezeichnete Weihnachtsoratorium geschaffen hat. Er hat dazu neben neuen Teilen Stücken aus Werken verwendet, die er bereits vorher zu anderen Festanlässen geschaffen hatte. Die Texte wurden allerdings im Blick auf Weihnachten hin verändert. Zum Weihnachts-Oratorium aber wurde das Werk dadurch, dass der Evangelist den Text der Weihnachtsgeschichte nach Lukas 2 in den Kantaten I-IV wiedergibt. Bach begriff das Weihnachts-Oratorium zwar als Einheit. Er wollte es aber nicht nur als Konzert für kulturell  Interessierte verstanden sehen, sondern in seinen sechs Teilen als Teil der Verkündigung (nicht als schmückendes Beiwerk) in den Gottesdiensten vom 1. Weihnachtsfeiertag 1734 an bis zum Erscheinungsfest 1735. 

Albert Schweizer sagt in seinem großen Werk über  Bach :  „Eine vollständige Wiedergabe des Weihnachts-Oratoriums verlangt zwei Abende. Lässt es sich ermöglichen, so lege man die Aufführungen so, dass die erste in die Advents-und  Weihnachtszeit  ,  die zweite in die Epiphanienzeit fällt. 

Im Rahmen des Stadtjubiläums führt die Bauder-Kantorei Sulz  die Teile I-III am Sonntag 20. Dezember  und die Teile IV-VI am Sonntag 03. Januar in der Sulzer Stadtkirche auf.  Konzertbeginn ist um 17 Uhr,  Einlass ab 16 Uhr. Karten für beide Konzerte gibt  es im Vorverkauf bei der Buchhandlung „Buchlese“, der Kreissparkasse und der Volksbank in Sulz und an der Abendkasse.

Beim ersten Konzert wirkt ein Projektchor des Albeckgymnasiums  mit (Einstudierung Kristina Röhrig).  Die Kinder singen bei allen Chorälen mit.  Als Gesangssolisten konnten mit Carola Schärer – Sopran, Annerose Schranz – Alt,  Ilja Werger – Tenor und Stephan Storck – Bass  hervorragende Sänger/innen gewonnen werden.  In bewährter Weise wird die Bauder-Kantorei vom Stuttgarter Kantatenorchester (Konzertmeister/in  Christine Schneider und Andreas Fendrich) begleitet.  Ebenfalls mit von der Partie ist das Trompetenensemble Wataru Takagi.

Die Bauder-Kantorei lädt sehr herzlich zu diesen beiden Konzerten ein. Wir wünschen allen eine besinnliche und friedliche Advents- und Weihnachtszeit. 

 

 

 

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus!

Konzentriert und fleißig wird geprobt, an einzelnen Stellen gefeilt....

und diese Stelle noch einmal....... und nochmal …...und ein letztes Mal.

Da darf natürlich ein Kaffeepäuschen nicht fehlen!

 

 

Jauchzet, frohlocket!

Am 19. Mai 2015 beginnen wir mit den Proben zum Weihnachtsoratorium von J.S. Bach.

Aufführungstermine:

                    20. Dezember 2015 Teil 1-3

                    03. Januar 2016 Teil 4-6


Das Werk wird intensiv in den Dienstagsproben (ab 19.30 Uhr Stimmbildung – ab 20 Uhr Chorprobe im Evang. Gemeindehaus in Sulz) einstudiert. Außerdem gibt es noch
Einzelstimmenproben für Sopran-Alt-Tenor und Bass. Nach den Sommerferien folgen dann zusätzlich noch 3 Samstagsproben.
Wer gerne mitsingen möchte kann sich bei Ursula Eggenweiler, Karl Mutschler, Gerlinde Bach oder Erika Rieder melden.


Wir freuen uns über viele neue Mitsängerinnen und –sänger!

Hier können Sie den Probenplan downloaden!

 

 

 

Sommerfest 28. Juli 2015

Wir alle, glaube ich, fanden ihn klasse,
den Abend im Garten und auf der Terrasse.
Für die schönen Stunden bei Speise und Trank
sagen wir den Gastgebern ganz herzlichen Dank.
Doch das schöne Fest ist nun verklungen,
mit Freude denken wir dran zurück,
und ist ein Fest auch gut gelungen,
dann waren es Stunden voll Freud' und Musik.

Jahresausflug 2015 nach St. Blasien und Waldshut

Am letzten Samstag im Juni bereits früh um 7.00 Uhr startete vom Sulzer Wöhrd der Bus mit einer 30-köpfigen Reisegruppe zum Jahresausflug der Bauder-Kantorei in Richtung Südbaden. Neben einer Mehrzahl aktueller Chormitglieder waren auch etliche ehemalige Sängerinnen und weitere Gäste mit von der Partie. Ursache für den zeitigen Aufbruch war das erste Reiseziel, der berühmte Dom von St.Blasien. Wollte man dort im Rahmen einer Führung auch sängerisch auftreten, musste man bis zum dortigen Gottesdienstbeginn um 10.00 Uhr damit fertig sein.

Bei der Ankunft erwartete uns auf dem Dom-Vorplatz bereits unser Fremdenführer Herr Schmidle, der sich uns als ehemaliger Schulleiter des renommierten Kollegs St.Blasien vorstellte. Entsprechend lehrreich, gleichwohl unterhaltsam und mit Anekdoten gespickt waren seine Ausführungen zu den baulichen Besonderheiten und den riesigen Dimensionen dieser außergewöhnlichen Kirche. Auch die Entstehungsgeschichte um den Initiator Fürstabt Martin Gerbert aus Horb kam kompetent zur Sprache. Angeregt durch das Vorbild ähnlicher Bauten in Rom und Paris wurden damals im ausgehenden 18.Jahrhundert keine Kosten und Mühen gescheut, um diesen Monumentalbau im klassizistischen Stil nach den Plänen eines bedeutenden französischen Architekten im einsamen Schwarzwaldtal zu bewerkstelligen. Noch heute gilt er als der größte Kuppelbau nördlich der Alpen, trotz vergleichbarer Exemplare in London, Dresden und Berlin. Gleich dreimal an verschiedenen Standorten im mächtigen und hell leuchtenden Innenraum ließ sich der Bauder-Chor einer stetig zunehmenden Besucherschar mit A-Capella-Vorträgen hören, insbesondere mit Bruckners Motette „Locus Iste“, die sich besonders gut für eine solche Umgebung mit schwieriger Akustik eignet. Zwischendurch hatte man die Konkurrenz eines anderen Kirchenchores zu berücksichtigen.

Nächster Programmpunkt war die Besichtigung eines erst vor kurzer Zeit erbauten Projekt-Ziegenhofs auf der grünen Wiese nahe Menzenschwand. Dessen Gründer und Betreiber Benno Kaiser war selbst vor Ort und schilderte mit engagierten Worten seinen unvorhergesehenen Werdegang zum Groß-Ziegenhalter und damit hoch geschätzten Landschaftspfleger für die umliegenden Schwarzwald-Hanglagen. Aus seinem vielfältigen Angebot an eigen-erzeugten Käse- und Wurstwaren präsentierte er anschließend Kostproben, worauf sich die Kauflust unserer Reisegruppe bis zum fast völligen Leerverkauf steigerte.

Nun ging es wiederum zurück nach St.Blasien, wo im Dom-Hotel das individuell vorbestellte Mittagessen eingenommen wurde. Danach hatte man bis zur Weiterfahrt genügend Zeit, sich den schmucken Kurort abseits des Domes genauer anzuschauen.

Durch das tief ausgeschnittene und dicht mit Laubwald bewachsene Albtal führte die Fahrt auf enger Serpentinenstraße hinunter ins Rheintal bis nach Waldshut, der Endstation unserer Reiseroute. Trotz ursprünglich schlechter Prognose hatte sich das Wetter inzwischen zu einem angenehm sonnigen und warmen Sommertag entwickelt. Entsprechend belebt war die als Flaniermeile beliebte Kaiserstraße, wo sich beidseitig eingerahmt von malerischen Geschäftshäusern ein Straßen-Cafe an das andere reiht. Die bis zur Heimfahrt eingeplanten zwei Muße-Stunden konnte jeder nach seinem Belieben nutzen, sei es mit Einkaufsbummel, Kaffeetrinken oder einem Spaziergang entlang des Rheinufers.

Wie es sich für einen Chorausflug gehört, wurden im Bus Richtung Heimat noch fleißig Volkslieder zu Akkordeonbegleitung gesungen.

Dankesworte an die beiden Organisatorinnen und Reiseleiterinnen Johanna Springer und
Ursula Eggenweiler beschlossen einen wunderbar harmonischen und stressfeien Tagesausflug.

Karl Mutschler

Jahresfeier 2015

Wie gewöhnlich war der erste diesjährige Dienstags-Probentermin der Bauder-Kantorei auch dieses Mal für die Jahresfeier reserviert.

Am Abend des 13.01.2015 konnte Chorrat Karl Mutschler neben zahlreichen aktuellen Chormitgliedern auch etliche Ehemalige begrüßen und insbesondere drei Gäste vom Katholischen Kirchenchor St. Johann. Leider mussten sich Dekan Vallon wegen anderweitiger Verpflichtung und Pfarrer Schärer wegen Krankheit entschuldigen lassen.

 

Nach dem einleitenden Lachkanon von Cherubini erfeute uns Traude Kirchner spontan und unangekündigt mit einem ihrer bekannt witzigen fiktiven Telefonate, diesmal adressiert an den gerade neu gewählten früheren Dekan Klaus-Dieter Stoll. Die Nachwuchswerbung für den Chor war offenbar schon ehedem brisant und wurde mit „sagenhaften“ nach Stimmfächern gestaffelten Prämien belohnt.

 

In ihrem Jahresrückblick erinnerte Chorleiterin Erika Rieder an die wichtigsten Auftritte im abgelaufenen Jahr 2014, so an Karfreitag, Sonntag Kantate, die gemeinsam mit der Kantorei Dornhan aufgeführte doppelchörige Bach-Motette und schließlich an das Romantische Weihnachtskonzert am 4.Advent. Ihr Dank galt nicht nur dem Chor für die zahlreichen Stimm-und Sonderproben sondern auch ihrer Schwester Ruth Fink für die regelmäßige und hörbar ergiebige Stimmbildung während der gesamten Saison sowie dem gesamten Chorrat für die Bewältigung vielfältiger Aufgaben. Ein erster Ausblick galt dem für kommenden Jahreswechsel geplanten Groß-Projekt „Weihnachtsoratorium“, an dem neben hoffentlich zahlreichen Gastsängern auch wieder Kinder beteiligt werden sollen.

 

Als Überleitung zum Tagesordnungspunkt „Ehrungen“ erfreute uns Chormitglied Kristina Röhrig mit zwei virtuos vorgetragenen Klavierstücken von Chopin.

 

Wie nicht anders zu erwarten, kleidete Chorrätin Ursula Eggenweiler ihre anschließende Danksagung an Erika Rieder und Ruth Fink in launige Worte und hatte auch für beide unter anderem je ein besonderes Geschenk parat, zum Einen „Erika Rieder in Öl“, zum Anderen „Scherben bringen Glück“.

Erheblich ernsthafter und durchaus Mittelpunkt der Veranstaltung war dann die Ehrung unserer Mitsängerin Gretel Lebold aus Holzhausen für sage und schreibe 60 Jahre aktive Mitwirkung am Evangelischen Chorgesang. Dieses höchst seltene Jubiläum wurde neben Blumen mit zwei Urkunden von offizieller Seite gewürdigt.

 

Nachdem sich alle während einer längeren Pause am reich ausgestatteten, von Chormitgliedern gestifteten kalten Buffet gestärkt hatten, konnte man zum unterhaltsamen zweiten Teil des Abends übergehen. Nach dem berührenden Solo-Gesang „Die Rose“ von Gretel Lebold gab Lina Wößner einige lustige schwäbische Gedichte zum Besten, das bewährte Holzhauser Duo Gerda Flaig und Gretel Lebold unterhielt uns mit einem witzigen Sketch und schließlich brachte Ursula Eggenweiler die Anwesenden mit dem Bewegungsspiel „Die Busfahrt“ auf Trab.

 

Nach dem gemeinsam gesungenen Abendlied „Der Mond ist aufgegangen“ sprach Karl Mutschler ein kurzes Schlusswort und bedankte sich nochmals bei allen, die zu diesem schönen Abend beigetragen hatten. Einige wenige Unentwegte ließen den Abend dann noch mit Volksliedern zu Akkordeonbegleitung ausklingen.

Weihnachtskonzert am 21. Dezember 2014

4. Advent - Stress und Hektik oder Vorfreude auf das Fest?

 

Um auf die Weihnachtszeit einzustimmen, hatte die Bauder-Kantorei zu einem romantischen Weihnachtskonzert eingeladen. Die Kirche war mit Kerzen dekoriert, und auch der Eingangsbereich war einladend und stimmungsvoll mit Kerzen geschmückt.

 

Adventliche und weihnachtliche Chormusik erklang, verschiedentlich war das Publikum zum Mitsingen eingeladen. Passende Texte, von Herrn Vallon gelesen, verbanden inhaltlich die Musikstücke miteinander.

 

Die „Pastoralmesse“ von Ignaz Reimann, bekannt auch als „Christkindlmesse“, bildete den Abschluss und den absoluten Höhepunkt des Konzerts.

 

Über minutenlang anhaltenden Applaus freuten wir uns von der Bauder-Kantorei riesig, denn schließlich ist Ihr Applaus die Belohnung für uns.

 

Danke für so viel Lob, zeigt dies doch Ihre Wertschätzung und Anerkennung unserer Chorarbeit.

„Sulz VEREINT“ - wir waren dabei!

Am 18. Oktober fand die erste Sulzer Vereinsmesse „Sulz VEREINT“ statt. Wer sich mit aufmerksamen Blicken dem von Kordeln umrundeten Backsteinbau näherte, konnte die ca. 6m lange in den Logofarben und mit dem Logo gekennzeichneten Kordel der Bauder-Kantorei entdecken.
Finden konnte man uns dann am Stand der evangelischen Kirche. Dort waren wir mit verschiedenen Angeboten und Aktionen vertreten. So konnten die Messebesucher beim Werfen auf die liebevoll gestaltete Kirche ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen oder ihre musikalischen Kenntnisse bei den Liedpuzzles testen. Zu „Mach-mit-Aktionen“ waren Kinder und Jugendliche eingeladen, an die wir Luftballons mit unserem Logo verteilten.
In Gesprächen, bei denen man sich unter anderem mit gebackenen Notenschlüsseln stärken konnte,  sowie mit dem neuen Flyer informierten wir über den Chor und die geplanten Konzerte.
Vielleicht ist es uns ja gelungen, bei dem einen oder anderen Messebesucher Interesse zu wecken?
Über Neuzugänge in unserem Chor würden wir uns jedenfalls sehr freuen.

Ausgehabend, Juli 2014

Am 29. Juli trafen sich die Chormitglieder nahezu vollzählig zu einem gemütlichen Abend im Restaurant Burg.

 

Leckere Pizzas, feine Salate und schmackhafte Nudelgerichte – so gestärkt erklangen recht bald und frohgelaunt unsere Stimmen mit Liedern aus unserem weltlichen Liederbuch und vom Akkordeon begleitet. Vielleicht auch zur Freude der anderen Gäste? Wollen wir's doch einfach mal annehmen.

  

Nach diesem fröhlichen Abend ging der Chor, nach einer langen und anstrengenden  Phase fleißigen Übens, in die wohlverdiente Sommerpause.

 

 

Bachmotette im Bauder-Gedenkjahr 2014

Am 06. Juli 2014 um 10.15 Uhr in der Sulzer Stadtkirche
Am 13. Juli 2014 um 9.30 Uhr in der Dornhaner Stadtkirche

Das Jahr 2014 ist für den Dekanatsbezirk Sulz und für die Bauder-Kantorei ein besonderes Jahr.

Vor 200 Jahren verstarb am 25. Oktober 1814 Dekan Johann Georg Bauder, der von 1765 – 1783 als Pfarrer und von 1793 – 1814 als Dekan für den Kirchenbezirk Sulz mit seinen 18 Dekanatsgemeinden gewirkt hat.
Weit über Württemberg hinaus bekannt wurde der Dekan 1774 durch seine „Brandrede“ nach dem alles vernichtenden und große Not verursachenden Sulzer Stadtbrand. Bis auf wenige Häuser war die ganze Stadt abgebrannt, niemand hatte mehr ein Dach über dem Kopf. Es herrschte große Hungersnot und die Menschen waren verzweifelt.
Durch die Vervielfältigung und Verbreitung seiner „Brandrede“ angeregt, kamen aus dem ganzen Land Geld- und Sachspenden, sowie dringend benötigte Lebensmittel.
Neben der durch den herzoglichen Erlass durchgeführten „Landkollekte“ gingen sogar Spenden aus Städten in der Schweiz wie Zürich, Bern, Basel Winterthur ein und trugen so zur Linderung der großen Not bei. Johann Georg Bauder ging durch sein Wirken als Dekan in die Sulzer Geschichte ein.

Ebenfalls in bleibender Erinnerung in Sulz ist die jüngste Tochter von Dekan Bauder. Sie verstarb vor 180 Jahren am 22. Juni 1834.
Christiane Bauder ist bekanntlich die Namensgeberin der Sulzer „Bauder-Kantorei“. Auch sie wollte wie ihr Vater dazu beitragen, der Bevölkerung wieder Mut zu machen und Lebensfreude zu vermitteln. So schuf sie mit Mitteln aus dem Nachlass ihres Vaters am 31. Oktober 1817 eine „heilsame und bleibende Stiftung zur Beförderung des religiösen Gesangs“ nämlich die „Bauder´sche Singanstalt“.
Auch heute, 197 Jahre nach der Gründung, ist die Bauder-Kantorei den Satzungszielen der Stiftung treugeblieben und pflegt weiterhin den religiösen Gesang in Gottesdiensten und Kirchenkonzerten und trägt zur kulturellen Bereicherung in Sulz bei.

Zum Gedenken an Christiane Bauder führt die Bauder-Kantorei zusammen mit der Kantorei Dornhan  die doppelchörige Bachmotette:

 

                          „Der Geist hilft unsrer Schwachheit auf“

 

inhaltlich passend zu den Beweggründen, die zur Schaffung der „Bauder`schen Singanstalt“ führten auf. Nicht Trauer und Hoffnungslosigkeit war gefragt, sondern Trost und Ermutigung. Die Bach`sche Motette will vermitteln, dass der Heilige Geist sich unsrer Schwachheit annimmt, damit wir nicht verzagen und die rechten Werte zum Gebet finden.

Christiane Bauder würde sich bestimmt über diese Motette freuen und wäre mit der Entwicklung der „Nachkömmlinge“ der „Bauder`schen Singanstalt“ sicher sehr zufrieden.
Im Anschluss an den Gottesdienst in Sulz lud die Bauder-Kantorei zu einem kleinen Sektempfang ein. Vor der Kirche, im Schatten der Linde, fand noch ein reger Austausch über das musikalische Erlebnis statt.

Jahresfeier am 14. Januar 2014

Am Abend des 14. Januar 2014 ließ die Bauderkantorei ausnahmsweise ihre gewohnte dienstägliche Probe ausfallen, um im gastlich hergerichteten Gemeindehaus-Saal auf das Jahr 2013 zurück zu blicken.

Nachdem sich alle an Fleischkäs mit Kartoffelsalat gelabt hatten, begrüßte Chorrat-Mitglied Fritz Kopf die anwesenden aktuellen und ehemaligen Chorsänger und daneben auch einige Gäste, unter ihnen Dekan Vallon, Pfarrer Schärer mit Gattin, die vormalige Chorleiterin Elsbeth Fendrich sowie einige Mitreisende beim Chorausflug im vergangenen Herbst. In seiner Ansprache erinnerte Fritz Kopf unter anderem an die Gründung unseres Chores durch eine Stiftung der Namenspatronin Christiane Bauder im Jahr 1817, wodurch wir der historisch älteste Kirchenchor zumindest in Württemberg sind. Auch gedachte er der im Vorjahr verstorbenen längjährigen Chorsänger Wolfgang Kirchner und Hans-Heinrich Holtzhausen.

Der auf die Begrüßung folgende erste Teil des Abends war dann Berichten und Ehrungen vorbehalten. Chorleiterin Erika Rieder blickte auf die regelmäßigen Gottesdienst-Auftritte zurück, hob insbesondere den Sonntag Kantate mit einer Mozartmesse sowie den Totensonntag mit dem Mozart-Requiem als absolute Saison-Höhepunkte hervor und bedankte sich bei allen Mitwirkenden, nicht zuletzt auch bei den anwesenden Gastsängern, für das gezeigte Engagement. Gerlinde Bach hielt Rückblick auf die regulären und besonderen Proben des abgelaufenen Jahres und äußerte sich erfreut über den guten Besuch derselben. Erfreulicherweise sind auch drei Neuzugänge bei den Frauenstimmen zu vermelden.
Chorrätin Ursula Eggenweiler blieb es vorbehalten, drei Sängerinnen für Jahrzehnte lange Treue zum kirchlichen Chorgesang zu ehren und ihnen entsprechende Urkunden zu überreichen: Rita Neubauer für 40 Jahre, Anneliese Genannt in Abwesenheit für 50 Jahre sowie Ursula Finckh für sage und schreibe 70 Jahre.
Im Namen des Chores und in launiger Gedichtform bedankte sich Ursula Eggenweiler anschließend bei Erika Rieder für die engagierte und erfolgreiche Chorleitung und bei ihrer Schwester Ruth Fink für deren Unterstützung als Stimmbildnerin, jeweils mit einem passenden Geschenk.
Das neue Bauder-Quartett mit Inge Kopf (Sopran), Hilde Willig (Alt), Fritz Kopf (Tenor) und Stefen Haug (Bass) beschloss den offiziellen Teil mit einem gelungenen Vortrag des Volksliedsatzes „Da unten im Tale“ von Johannes Brahms.

Der zweite Teil des Abends war dann ausschließlich der Unterhaltung gewidmet.
Zunächst ließ Karl Mutschler anhand ausgesuchter Dias die Dresden-Reise des vergangenen Herbstes Revue passieren. Im folgenden erfreute man sich an teils nachdenklichen, teils lustigen Wortbeiträgen von Cornelia Häußermann und Lina Wößner im Wechsel mit witzigen Sketchen einerseits mit Gerda Flaig und Gretel Lebold, andererseits mit Ursula Eggenweiler und Gerlinde Bach.

Dass gegen 23.00 Uhr noch keiner gegangen war, ließ darauf schließen, dass es ein gelungener Abend war und bestätigte den Organisatoren, dass sie gut geplant hatten.


Karl Mutschler

Bachkantate und Mozart-Requiem am Ewigkeitssonntag, 24. November 2013, in der Stadtkirche

Auch im Jahr 2013 führte die Bauder-Kantorei ihre Tradition fort, ein großes Werk der Musikliteratur einzustudieren und gemeinsam mit hochkarätigen Instrumentalisten und Solisten zur Aufführung zu bringen. Wolfgang Amadeus Mozart stand im Mittelpunkt des diesjährigen Chor- und Orchesterkonzerts, denn Erika Rieder hatte das berühmte Requiem d-Moll für Soli, Chor und Orchester (Fassung: Mozarts Fragment mit den Ergänzungen von Joseph Eybler und Franz Xaver Süßmayr) ausgewählt.  
Zu Beginn erklang die Kreuzstabkantate (BWV 56) von Johann Sebastian Bach.
Die Kantate gehört zum dritten Leipziger Kantatenjahrgang. Bach schrieb sie ursprünglich für die Sopranstimme seiner zweiten Ehefrau Anna Magdalena anlässlich des 19. Sonntag nach Trinitatis, der im Entstehungsjahr 1726 auf den 27. Oktober fiel. Die Originalpartitur trägt Bachs handschriftlichen Vermerk „Cantata à Voce Sola e Stromenti“ (Kantate für Solostimme und Instrumente). Es ist eines der wenigen Beispiele, bei denen Bach selbst den musikalischen Gattungsbegriff der Kantate im Autographen verwendet. In den Jahren 1731- 1732 adaptierte er das Werk für Alt- beziehungsweise Bassstimme. In letzterer wird es heute üblicherweise aufgeführt.
Der Stuttgarter Bariton Stephan Storck übernahm in diesem Werk die Solopartie.
Im zweiten Teil des Konzerts waren die Zuhörer gespannt auf die Interpretation von Mozarts letztem großen Werk, dem Requiem (KV 626).
Über das Requiem, Mozarts berühmtestes geistliches Werk, ist in den letzten zweihundert Jahren sehr viel geschrieben worden. Eine Aura des Geheimnisvollen umgibt es aufgrund der Umstände seiner Entstehung und wegen der Tatsache, dass es unvollendet blieb. Es trägt alle Emotionen in sich, die den Menschen angesichts des Todes ereilen: Angst, Wut, Verzweiflung, Traurigkeit, Hoffnung, Trost. Das Werk ist ein Kaleidoskop menschlicher Empfindungsfähigkeit.
Die anfängliche Skepsis der Sängerinnen und Sänger wandelte sich recht bald - nicht zuletzt auch durch die in Sonderproben gewonnene Stimmsicherheit - in Begeisterung für dieses Werk.
Das Stuttgarter Kantatenorchester übernahm den Orchesterpart und als Solisten wirkten Carola Schärer (Sopran), Annerose Schranz ( Alt), Reta Raphael Rosin (Tenor) und Stephan Storck (Bass) mit.
Zu unser aller Freude war die Stadtkirche nahezu vollbesetzt. Nicht enden wollender Applaus und Standing Ovations erfüllten uns mit Freude und Stolz.
Ein überaus gelungenes und großartiges Konzert!

Reise nach Dresden vom 27. bis 30. Oktober 2013

Bauder-Kantorei besucht Elb-Florenz


Mitten in der heißesten Vorbereitungsphase zur Aufführung des Mozart-Requiems am Totensonntag nutzte die Bauder-Kantorei die probenfreie Herbstferienwoche zu einer kurzen aber intensiven Kultur-Reise nach Dresden. Neben einer Mehrzahl von Chormitgliedern waren auch einige Gäste mit dabei, die sich teilweise noch kurz vor Reiseantritt von Kantorin Erika Rieder sängerisch einbinden ließen.

Nach frühem Aufbruch am Sonntagmorgen erreichte man per Luxus-Bus am Nachmittag das zentral in Dresden gelegene Hotel Ibis-Lilienstein. Während einer anschließenden zweistündigen Stadt-Rundfahrt mit einem alteingesessenen einheimischen Fremdenführer lernte man - gewürzt mit amüsanten Anekdoten - bereits am ersten Reisetag die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der sächsischen Landeshauptstadt vorab kennen.

Der gesamte zweite Tag diente der Erkundung der berühmten Dresdner Altstadt zu Fuß und diesmal mit einer überaus sympathischen und ebenfalls sehr kompetenten Schweiz-stämmigen Reiseführerin, die uns dann auch bis zum Ende der Reise begleiten sollte. Altmarkt, Zwinger, Theaterplatz mit Semperoper, katholische Hofkirche (mit zwei Gesangsvorträgen unseres Chors), Residenzschloss mit Besichtigung des Schatzkammer-Museums in den Grünen Gewölben füllten den Vormittag. Nach deftigem Mittagessen im mittelalterlichen Pulverturm folgte als Tageshöhepunkt ein Besuch der wiederaufgebauten Frauenkirche. Dank guter Beziehungen begleitete uns kein geringerer als der erste Frauenkirchenpfarrer Sebastian Feydt über die verschiedenen Emporen hinab in den Altarbereich. Währenddessen versorgte er uns reichlich mit informativen Details zu Geschichte, Architektur und künstlerischer Ausschmückung aber auch zum alltäglichen kirchlichen Leben in diesem imposanten Sakralbau. Unten angekommen ermöglichte uns Pfarrer Feydt zu unser aller Freude und Stolz einen kurzen Chorvortrag vor zahlreichem Besucherpublikum. Erika Rieder darf sich nun zeitlebens rühmen, an diesem kirchenmusikalisch hoch-bedeutenden Ort ihre Bauder-Kantorei dirigiert zu haben. Anschließend konnte man noch auf eigene Faust den Bereich der Stille in der Unterkirche besuchen und schließlich die riesige Kuppel mit Aussichtsplattform besteigen, von wo sich trotz heftigem Herbststurm eine prächtige Aussicht auf diese herrliche Stadt genießen lies, die einst Johann Gottfried Herder voller Bewunderung als „Elb-Florenz“ beschrieb.

Der folgende dritte Reisetag führte uns Elb-aufwärts. Nach der Umrundung von Schloss Pillnitz mit seinen sehenswerten Parkanlagen samt Gondel-Anlegestelle
- die Innenräume des Schlosses sind derzeit noch Hochwasser-geschädigt -  ging es mit einem Raddampfer weiter stromaufwärts nach Pirna und von dort ins nahe Elbsandsteingebirge, auch „Sächsische Schweiz“ genannt.
Als Zentrum gilt die „Bastei“ bei Rathen, von deren bizarren Felsformationen aus man die wunderschöne Aussicht auf eine malerische Landschaft mit intensiver Laubfärbung bewundern konnte. Tief unten in einer Schlucht war auch die Freilichtbühne von Rathen zu entdecken, wo alljährlich Webers Freischütz zur Aufführung kommt, der ja in dieser Gegend entstanden sein soll.
Wie bereits an den vorangegangenen Tagen war das Wetter bestens, gemessen an der spät-herbstlichen Jahreszeit.

Dank zügiger Rückkehr ins Dresdner Stadtzentrum ermöglichte uns die Reiseführerin einen außerplanmäßigen Besuch der Gemäldegalerie „Alte Meister“ im Zwinger. Dort stellte sie uns während eines etwa einstündigen Rundgangs aus der Vielzahl der dort ausgestellten Kunstwerke einige wenige der bedeutendsten in sachkundigem Vortrag vor Augen, unter anderen natürlich die Sixtinische Madonna von Raffael.

Nach der Bildenden Kunst kam dann am Abend auch die Musik zu ihrem Recht.
In der weltberühmten Semperoper durften wir eine Aufführung von Mozarts Zauberflöte erleben. Die Inszenierung samt Bühnenbild und Kostümen war – wie heutzutage üblich – recht schrill mit mehr oder weniger witzigen Gags, aber musiziert und vor allem gesungen wurde vortrefflich, wie in einem solchen Haus nicht anders zu erwarten.

Ehe es am Mittwoch, dem vierten und letzten Reisetag, wieder in Richtung Heimat ging, stand am Vormittag noch der Besuch der ehemaligen Residenzstadt Meißen auf dem Programm. Nach dem unverzichtbaren aber höchst informativen Besuch der Porzellan-Manufaktur gelangten wir zu Fuß durch die malerische Altstadt zur Besichtigung des mächtigen gotischen Doms. Auch hier wurde uns abschließend gestattet, einen Choral zu Gehör zu bringen. Beim anschließenden Mittagessen im „Domkeller“, dem angeblich ältesten Meißner Lokal, konnten zu Sächsischem Sauerbraten, Rotkohl und Kloß auch die bei uns weniger bekannten Qualitätsweine des Elbtals verkostet werden.

Während der folgenden Heimfahrt bewies die Bauder-Kantorei, dass sie als eigentlicher Kirchenchor auch das weltliche Liedgut nicht verschmäht.
Zu Akkordeonbegleitung wurden unermüdlich bekannte und beliebte Volksweisen und Schlager angestimmt. Mit Hilfe eines neuen Liederbuchs blieb es dabei nicht nur bei der jeweils ersten Strophe.

Nach der Ankunft am späten Abend waren sich alle Reiseteilnehmer einig, eine an Höhepunkten überreiche, die Gemeinschaft stärkende Unternehmung miterlebt zu haben. Die Organisatoren Ursula Eggenweiler und Fritz Kopf wurden sogleich ermutigt, in nicht zu ferner Zukunft wieder planerisch aktiv zu werden.


Karl Mutschler

Sommerfest am 30. Juli 2013

Frage:

Was benötigt man für ein gelungenes Sommerfest?

 

Antwort:

• einen schönen Sommerabend
• ein leckeres Salatbuffet
• Grillfleisch und Würste
• eine Getränkeauswahl 
• einen Grillmeister
• Eis und Rote Grütze als Dessert
• liebe und aufmerksame Gastgeber
• ein Akkordeon (und einen, der das Instrument perfekt beherrscht)
• Liederbücher 
• ... und ganz, ganz viel gute Laune


Fazit:

Das alles hatten wir, und so war es ein überaus fröhliches und harmonisches Fest.

 

                                      Schön war’s!

 

Für die Mühe, die das Ausrichten des Festes gekostet hat, sei unseren Gastgebern herzlichst gedankt!

Kuchenaktion der Bauder-Kantorei zugunsten des Orgelpositivs

Die Anschaffung eines Orgelpositivs ist eine teure Angelegenheit und bedarf vieler Anstrengungen zur Deckung der Kosten.
Aber getreu dem Motto: „Gemeinsam sind wir stark“ haben die Mitglieder der Bauder-Kantorei die Ärmel hochgekrempelt. Von Januar bis März, in der Zeit, in der die Gottesdienste im Gemeindehaus stattfinden, wurden jeweils nach dem Gottesdienst Kuchen zum Mitnehmen für den sonntäglichen Nachmittagskaffee  angeboten. Dafür wurden Spenden erbeten. Ein Büchertisch mit einer vielfältigen Auswahl an gebrauchten Büchern, CDs, Hörbüchern und Dekoartikeln lud zum Stöbern und zum Mitnehmen ein. Und auch hier war jede Spende willkommen.
Insgesamt war diese Aktion überaus erfolgreich, es kam ein Spendenbetrag in beachtlicher Höhe zusammen.
Natürlich ist damit das Instrument noch nicht bezahlt, aber das Ziel ist näher gerückt.
Die Sängerinnen und Sänger der Bauder-Kantorei werden, beflügelt von dem tollen Ergebnis, weitere Aktionen zur Finanzierung planen und durchführen.
Und mit Ihrer Hilfe werden wir, die Kirchengemeinde und die Bauder-Kantorei die Finanzierung stemmen können. Gemeinsam schaffen wir das.
Allen, die zum Gelingen dieser Aktion beigetragen haben, sei es
- mit dem Backen leckerer Kuchen und Torten,
- mit dem Aussortieren von Büchern, CDs und Hörbüchern aus dem häuslichen Bücherschrank, oder
- durch das Einbringen von Zeit und Arbeitskraft und
- durch Geldspenden,
 
sei für diese wohlwollende Unterstützung unseres Anliegens an dieser Stelle herzlichst gedankt.

Hurra!! Ein neues Mitglied?!

Die Bauder-Kantorei freut sich über jede neue Sängerin und jeden neuen Sänger.

 

In diesem Bewusstsein und hoch erhobenen Hauptes trat zur Chorprobe am Dienstag Abend  eine vermeintliche Sängerin zur Tür herein, marschierte zielstrebig auf einen freien Stuhl zu und ließ sich dort nieder. Offensichtlich wollte sie die Sängerinnen im Alt unterstützen.

 

Unser Singen hat der Mieze so gut gefallen, dass sie nach Probenschluss das Gemeindehaus freiwillig nicht mehr verlassen wollte.

 

Vielleicht kommt sie ja mal wieder?

Vierbeiniger Zuwachs bei der Bauder-Kantorei?

Jahresfeier am 08. Januar 2013

Neben dem nahezu kompletten Chor konnte Karl Mutschler in seiner Begrüßung auch einige Ehemalige und Gäste willkommen heißen.

 

„Tausend Künste kennt der Teufel,
aber singen kann er nicht;
denn Gesang ist ein Bewegen
unsrer Seele nach dem Licht.“ (Max Bewer)

 

Singen macht nicht nur Freude, sondern tut auch der Seele wohl.
Dies zeigt sich deutlich an jahrzehntelanger Chorzugehörigkeit, und so konnte  Christof Finckh für 70 Jahre, Marianne Frick für 50 Jahre, Rosmarie Homuth für 40 Jahre und Waltraud Jauch für 35 Jahre singen im Kirchenchor geehrt werden.
Blumen gab es auch für Erika Rieder, der „stets gut gelaunten Chorleiterin“ und für Ruth Fink, die mit der wöchentlichen Stimmbildung wesentlich zu guten Erfolgen beiträgt.
Gerlinde Bach, Karin Bantle und Karl Mutschler erhielten ein kleines Dankeschön für den regelmäßigen Probenbesuch ohne Fehlzeiten.
Erika Rieder hielt einen Jahresrückblick und informierte über geplante Vorhaben im Jahr 2013.
Nach einer Pause mit dem Ansturm auf das Buffet ging es im 2. Teil des Abends mit einem lustigen und fröhlichen Programm weiter.
Umrahmt von gemeinsamem Gesang gab es Gedichtbeiträge, einen Liedvortrag, ein Rätsel und den lustigen Sketch „Otto und Emma im Theater“, der die Lacher auf seiner Seite hatte.
Mit dem gesungenen Konzert „Die Geige beginnet“ endete das Programm und ein rundum harmonischer, schöner Abend.