Bibel aktuell

Sonntags 19.30 Uhr im

Ev. Gemeindehaus, Kanalstr. 12

Gemeinschaft erleben
• Anteil nehmen und geben
• Voneinander wissen
• Füreinander beten


Gott begegnen
• Gemeinsam Bibel lesen
• Austauschen und hören
• Vertrauen, dass Gott durch sein Wort zu uns redet.

 

Kontakt: Horst und Adelheid Gerster, Tel. 407980

Hier können Sie unseren Flyer herunterladen.

Personen jeden Alters sind herzlich dazu eingeladen!

Api-Summernight 2015

Alle Stühle im Sulzer evangelischen Gemeindehaus waren am Sonntagabend besetzt, als der Pfarrer und Journalist Steffen Kern aus Walddorf-Häslach im Rahmen der Api-Summernight seine Zuhörer mitnahm auf eine Reise in die Gender-Welt. Dabei wollte der Vorsitzende des Evangelischen Gemeinschaftsverbands in Württemberg – die Apis –  seinen Zuhörer an diesem Abend Impulse zur Orientierung und Gelassenheit vermitteln. Trotz des provokanten Themas „Vater, Mutter, Kinder – oder der Gender-Wahn“  vermied er zu polarisieren, zeigte aber klare Kante in der laufenden Diskussion um die Geschlechtergerechtigkeit, den Umgang mit Homosexuellen und den Ruf nach der „Ehe für alle“. Er stellte klar: Es gibt keine einfachen Antworten, doch die Notwendigkeit zu eindeutigen Positionen aus christlicher Sicht.
Deswegen ging er zuerst auf die biblisch-reformatorischen Grundlegungen zum Thema Ehe ein: Der Mensch ist als Mann und Frau geschaffen und dabei als Gegenüber Gottes, als dessen Ebenbild – ohne Wenn und Aber. Darüber hinaus nahm er auch Bezug auf verschiedene Bibelstellen und leitete für sich persönlich als Konsequenz ein klares Nein zur „Ehe für alle“ ab, weil nicht gleichgemacht werden dürfe, was nicht gleich ist. Nur wer sich der biblischen Grundlegungen bewusst sei, könne auch den aktuellen Herausforderungen offensiv begegnen. Hier nahm Kern zur Gender-Diskussion und dem Gender-Mainstreaming Stellung. Die Unterscheidung zwischen „Gender“ als sozialem und „Sex“ als biologischem Geschlecht sei durchaus sinnvoll, doch der Gender-Mainstream belasse es nicht bei den Unterschieden, sondern wolle deren Auflösung. In gewisser Weise rede der Gender-Mainstream dem Konstruktivismus das Wort, also: ich entscheide, was ich sein will. Dadurch würde ein vollkommen neues Menschenbild entstehen. Der Mensch ist nicht mehr geschaffen, seine Identität nicht von Gott geschenkt, sondern der Mensch schafft sich selbst, entwickelt sich – vielleicht zum Mann oder zur Frau. Das entspreche aber nicht dem christlichen Menschenbild. Und er zeigte sich darüber verwundert, dass das in unserer Landesverfassung und dem Grundgesetz verankerte „christliche Menschenbild“ ganz offensichtlich zur Disposition gestellt werde.
In der öffentlichen Diskussion über das Gender-Mainstreaming stellte der Api-Vorsitzende drei Ebenen fest. Zum einen die ideologische. Hier prallen das christliche Menschenbild und dessen beabsichtigte Auflösung aufeinander. Aus der Polarität der Geschlechtlichkeit, also deren Unterschiedlichkeit, werde in ideologischer Verfremdung die Selbstentwicklung zu einem neuen Menschen. Da müsse deutlich Widerspruch erhoben werden. Zum anderen würden auf der politisch-pragmatischen Ebene die Gleichberechtigung der Geschlechter und die Auswirkung von Entscheidungen auf Männer und Frauen gleichermaßen gefordert. Dem sei nicht zu widersprechen. Doch der Begriffswirrwarr erschwere hier oftmals eine sachliche Diskussion. Auf der dritten Ebene, der zwischenmenschlichen, der sozialen also, müsse sich jeder fragen lassen: wie begegne ich meinem Nächsten? Es dürfe nie um Verurteilen gehen, weil jeder Christ wisse, dass wir alle „Sünder“ sind. Es sei ein Skandal, wenn dies Thema nur in der „Ecke bei den Mülltonnen“ angesprochen werden könne. Kern forderte von jedem Respekt gegenüber der jeweiligen sexuellen Orientierung des anderen.
In der abschließenden regen Aussprache stellte Kern nochmals klar, dass die Ehe für ihn ein exklusiver Begriff sei, vorbehalten für das Bündnis eines Mannes und einer Frau. Die Unterschiede zu Lebenspartnerschaften müssten klar formuliert werden. Es gehe hier um Differenzierung nicht um Diskriminierung. Kern stellte auch fest, dass der Familienbegriff mindestens doppeldeutig geworden sei. Natürlich gebe es Familien, die dem klassischen Begriff mit Vater, Mutter und Kind(er) nicht gerecht werden, aber trotzdem dessen Inhalte erfüllten. Notwendig sei ein orientierender Familienbegriff. Und dieser finde sich in der Schöpfungsgabe Gottes vorgezeichnet als ein Ehepaar, das in lebenslanger Gemeinschaft Verantwortung wahrnimmt für die vorausgehende und die nachkommende Generation. Dabei lehnte er ausdrücklich ein Adoptionsrecht für homosexuelle Partnerschaften ab. Auch der Bildungsplan der grün-roten Landesregierung und deren Aktionsplan zur Gleichstellung sexueller Minderheiten wurden von Kern in der Diskussion kritisch betrachtet. Doch gerade diesbezüglich gelte es Gelassenheit zu zeigen. Unglücklich zeigte sich Kern über die uneinheitlichen Äußerungen gerade prominenter Vertreter der evangelischen Kirchen in der Gender-Diskussion; statt Orientierung würden sie vielfach Verwirrung stiften.
In all ihrer Unterschiedlichkeit und mit all ihren Erwartungen und Enttäuschungen stellte Kern abschließend die Anwesenden unter Gottes Segen.
   

(Wolfgang Lehrke)

 

 

 

 

Fasziniert von Gottes Wegen - Api-SummerNight 2014

Konzert mit Waldemar Grab bei der „Api-SummerNight“  am 19. Juli 2014 in der Stadthalle im Backsteinbau
„Ich bin fasziniert von den Wegen, die Gott mich geführt hat“, so verdeutlichte es  der ehemalige „Traumschiff“-Pianist Waldemar Grab im Backsteinbau. Mit seiner, mit vielen Anekdoten gespickten musikalischen Reise, begeisterte er die Besucher. Außer viel Musik verschiedenster Stilrichtungen gab´s bei dem Konzert auch  eine Bildpräsentation über Grabs Engagement für eine Schule in Haiti und in der Pause ein vielfältiges Buffet mit allerlei Leckerem!

Api-Summernight am 09. Juni 2013

Ein buntgemischtes Publikum hatte sich zur diesjährigen Api-Summernight im Sulzer Evangelischen Gemeindehaus zusammengefunden und bei Finger-Food und kühlen Getränken erste Kontakte geknüpft. Eingeladen hatten die Apis, der Evangelische Gemeinschaftsverband. Und als Gast des Abends präsentierten sie den langjährigen Jugendevangelisten und ehemaligen Leiter des Tagungs- und Bildungshauses Bernhäuser Forst, Manfred Bletgen aus Bernhausen. „Wer nicht auffällt, fällt durch!“ Mit dieser provokanten Aussage brachte Bletgen das persönliche Erleben vieler Menschen heute auf den Punkt. Und tatsächlich, wer nicht präsent ist in den Medien, bei Veranstaltungen, eben dort wo andere einen wahrnehmen können, auch und gerade in den sozialen Netzwerken, der ist nicht nur aus den Augen, der ist einem aus dem Sinn, einfach weg. Auch wenn die Hintergründe für eine überbordende Medienpräsenz sicherlich vielfältig sind, begonnen bei mangelnder Bescheidenheit bis hin zum hochstapelnden Größenwahn, so bleibe doch festzustellen, dass ein gut Stück Selbstinszenierung die Aufmerksamkeit fördere. Das gelte für Menschen und Organisationen, auch für die Kirche.
Aber das andere dürfe dabei nicht aus den Augen verloren werden: Jeder kann sich bei Jesus sehen lassen, so wie er, wie sie ist. Das bedürfe keiner Selbstinszenierung. Bei Jesus seien alle im Blick. Der habe das Leben auf den Kopf gestellt. Hier skizzierte Bletgen die Zwiespältigkeit und den Spannungsbogen des Auf- und Durchfallens anhand eines Abschnitts aus dem Matthäus-Evangelium vom Einzug Jesus auf einem Eselsfüllen nach Jerusalem unter dem Hosianna der Menschen und seinem Wutausbruch bei der Säuberung der „Räuberhöhle“ Tempel. Letztlich gelte für alle Menschen: Es ist schon alles getan – durch Jesus. Und Selbstdarstellung würde zum Blendwerk.
Für einige Besucher gab’s anschließend noch ausreichend Gesprächsstoff und für den Referenten sowie das Sulzer Ehepaar Christine und Martin Schneider, die den Abend am Klavier und mit dem Violoncello musikalischen umrahmten, nicht nur freundlichen Beifall, sondern eine süße Mitgift.