Gemeindeausflug zur Landesgartenschau Öhringen am 24. September 2016

Bereits im Frühjahr hatte der Kirchengemeinderat seine Mitglieder Dorothea Schrön, Martin Schneider und Wolfgang Steeb mit der Planung und Organisation eines Gemeindeausflugs beauftragt, der in gewohnt zweijährigem Turnus für den Herbst 2016 anstand.

Nach eher bescheidener Teilnehmer-Resonanz in der jüngeren Vergangenheit gelang dem Vorbereitungsteam mit der Wahl der Landesgartenschau Öhringen als diesjährigem Ziel ein Volltreffer. So viele Interessenten hatten sich angemeldet, dass der frühzeitig gebuchte Reisebus mit seinen rund 50 Plätzen nicht ausreichte und zusätzlich der Kleinbus des Ev. Jugendwerks eingesetzt werden musste. Auch der gewählte Ausflugstermin am letzten September-Samstag erwies sich im Nachhinein als Glücksgriff; die Reisegesellschaft konnte einen wunderbaren Spätsommertag genießen mit einem Wetter wie aus dem Bilderbuch.

Um 8.00 Uhr auf dem Sulzer Wöhrd gestartet, erreichte man in etwa zweistündiger Autobahnfahrt das Hohenlohe-Städtchen Öhringen. Das dortige Gartenschaugelände erstreckt sich vom westlichen Nachbarort Forchtenberg über mehrere Kilometer entlang des renaturierten Flüsschens Ohrn bis in den neu-angelegten Hofgarten im Zentrum von Öhringen.

Unser gemeinsamer Zugang erfolgte beim Hofgut Cappel, einem historischen Schmuckstück, eigentlich in Privatbesitz, jedoch für die Gartenschau geöffnet und einbezogen. Nach einer ersten Orientierung anhand der ausgeteilten Lagepläne und einem eventuellen zweiten Frühstück im Freien machten sich die Sulzer Ausflügler in Kleingruppen oder auch alleine auf den Weg zu den verschiedenartigen Stationen im weitläufigen Gartenschau-Gelände. Auch den mitgereisten Kindern boten sich zahlreiche Möglichkeiten zu aktiver Betätigung, sei es bei Wasserspielen am Stand des Baden-Württembergischen Forsts, sei es, sicher angeseilt, an einem hölzernen Kletterturm oder am frei zugänglichen Sandstrand beim Freibad. So konnten Groß und Klein jeder nach eigenem Tempo, Geschmack, Lust und Laune die nächsten Stunden frei gestalten, sich da und dort an der bunten Blumenpracht erfreuen, vielleicht auch Anregungen für die heimische Gartengestaltung sammeln, die zahlreichen kulturellen Angebote längs der Strecke nutzen und sich schließlich in der weitläufigen Parklandschaft des Hofgartens entlang einer Galerie mit zeitgenössischen Skulpturen ergehen und ausruhen.

Vom Hofgarten gelangt man über eine prächtige Treppenanlage unter dem Schloss hindurch auf den historischen Markplatz mit seinen an diesem Tag gut besetzten Straßen-Cafes. Am Nachmittag blieb jedem genügend Zeit, sich die malerische Altstadt von Öhringen anzuschauen und auf dem Markt zu flanieren.

Gegen 17.00 Uhr versammelte sich dann die komplette Reisegesellschaft zu einer abschließenden Andacht im Chorraum der mächtigen Schlosskirche, zu der ein zufällig anwesender, gerade übender heimischer Organist auf Bitte das Vorspiel beisteuerte. Dekan Ulrich Vallon bezog sich in seiner Ansprache auf Worte aus Psalm 113 „Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobet der Name des Herrn“. Die für die Liturgie zuständige Pfarrerin Stefanie Fritz hatte zwei Choräle und einen Kanon aus dem Kirchengesangbuch so ausgewählt, dass auch trotz leider nicht vollständig anwesender Bauder-Kantorei vierstimmig gesungen werden konnte.

Gegen 20.00 Uhr kamen die Ausflügler dann wieder wohlbehalten in Sulz an, nicht ohne sich noch einmal bei den Organisatoren Dorothea Schrön und Martin Schneider für den gelungenen Tag bedankt zu haben. Karl Mutschler

Adventliches Wahlcafe im Gemeindehaus

Am Wahlsonntag, den 01. Dezember 2013 eröffnete das Wahlcafé im Evang. Gemeindehaus. Viele ließen sich vom reichhaltigen Kuchenbuffet einladen und blieben nach der Wahl noch da, um bei Kaffee und Kuchen miteinander ins Gespräch zu kommen. Am Nachmittag wurden adventliche Lieder unter fachkundiger Begleitung von Frau Rieder angestimmt. Ein besonderes „Schmankerl“ war die Gemäldeausstellung im Saal und Foyer. Zwei Freizeitkünstler aus der Kirchengemeinde stellten ihre Kunstwerke aus.
Danke all den Mitwirkenden, Kuchenspendern und auch den Künstlern, die dazu beigetragen haben, dass der 1. Advent ein besonderer Sonntag geworden ist.

Gemeindeausflug 2013

Am letzten Septemberwochenende fuhren wir in froher Runde mit dem Bus zum Federsee nach Bad Buchau. Dort erwartete uns eine interessante Führung des NABU in das Naturschutzgebiet. Danach ging es zum gemütlichen Mittagessen weiter nach Biberach. Am Nachmittag erkundeten wir mit oder ohne Führung die schöne alte Stadt Biberach. Zum Abschluss trafen wir uns in der Spitalkirche zu einer kleinen Andacht, die Herr Dekan Vallon hielt und die von Bläsern des Posaunenchors umrahmt wurde. Erfüllt von den Eindrücken des Tages ging es am Abend zurück nach Sulz. Dank unterhaltsamer Beiträge durch die Jugendlichen war die Fahrt sehr kurzweilig. Wir freuen uns schon auf den nächsten Gemeindeausflug.

Kirchenführung am „Tag des offenen Denkmals“ mit Yvonne Arras

Knochenjob: Der Bau der Stadtkirche Sulz
In der Stadtkirche gibt es zahlreiche Merkmale, die speziell von der Finanzierungs-, Planungs- und Bauphase resultieren. Diesen Hinweisen wurde bei der Führung am Tag des offenen Denkmals in chronologischer Reihe gefolgt. Die Entwicklung des Bauwerks sollte verdeutlicht werden.
Jeder kennt die übergroßen Wappentafeln, die auf der Südseite im Langhaus der Kirche hängen. Es sind die Wappen von Herzog Ulrich, Herzogin Sabine und Obervogt Hans von Weitingen. Sie sind für die Kirche von großer Bedeutung. Ohne die finanzielle Unterstützung, das Startkapital, dieser drei Personen hätte die Stadtkirche in dieser Größe nicht gebaut werden können. Herzog Ulrich förderte jedoch den Bau der Kirche nicht aus purem Gutdenken. Sondern er sicherte sich damit einen nachhaltigen Einfluss auf die Stadt, die für ihn aufgrund ihrer Salzquelle lukrativ war. Die Stadtkirche war so gesehen ein politischer Spielball.
Nachdem die Finanzierung geregelt war, traten die Bauarbeiter auf den Plan. Ihnen stand vier Jahre Schwerstarbeit bevor. Zunächst musste der Baugrund für den Bau vorbereitet werden. Das heißt, die Baugrube war auszuschachten. Bagger gab es keine. Schaufeln waren die einzigen Hilfsmittel. Als der Bischof den Bau mit der Grund-steinlegung (ein langer, liturgischer Festakt, wo vermutlich der Herzog selbst anwesend war) offiziell startete, mussten Steine herbeigeschafft werden. Der Transport von Baumaterial machte im Mittelalter den größten Teil der Kosten aus. Denn die Bauleute selbst bekamen in der Regel kein Geld für ihre Leistung. Man gab ihnen lediglich Essen und Trinken. Wie die Steinmetze gearbeitet haben, lässt sich noch heute am sichtbaren Mauerwerk ablesen. So finden sich an Fenster- und Portalgewänden zahlreiche Steinmetzzeichen und Bearbeitungsspu-ren. Der Turm birgt mit den deutlich sichtbaren Gerüstlöchern einen besonderen Einblick in die Arbeitsweise vor 500 Jahren. Gerüste wurden nicht, wie heute, freistehend an das Bauwerk gelehnt. Sondern sie wuchsen sozusagen mit dem Mauerwerk. Gerüststangen wurden in das Mauerwerk gemauert, und am Ende abgesägt.
Als der Chor der Kirche fertig war, weihte sie Weihbischof Balthasar aus Troja. Er war Dominikanermönch. Die Kirche war ja zur Bauzeit katholisch, da es noch keine Protestanten gab. Es ist Zufall, dass die Kirche soweit gebaut war. Im Mittelalter gab es keine festen Zeiten, wann Kirchen geweiht wurden. Es hängte davon ab, ob der Bischof vor Ort war und ob der Hauptaltar stand. Anfang Dezember 1515 waren diese Voraussetzungen in Sulz gegeben. Insgesamt konnte Weihbischof Balthasar sechs Altäre weihen. Sie waren nach einem bestimmten System in Chor und Langhaus verteilt. Nun durfte Gottesdienst in der neuen Kirche gefeiert werden. In Sulz wurde jeden Tag mindestens eine Messe gefeiert, an hohen Festtagen wie Ostern oder Weihnachten mehrere.
Nach der Weihe merkte man rasch, dass das Geld knapp werden würde. Die Lösung bot der damals übliche Ablasshandel. Der Pfarrer schrieb den bischöflichen Verwalter Johannes Schmetzer (oder Schmotzer) an. Er bat ihn, für die Sulzer vom Bischof einen Ablass-brief auszustellen. Die Bitte wurde gewährt. Die Sulzer kauften da-raufhin die Ablassbriefe, wodurch ihnen nach katholischem Glauben diejenige Schuld vergeben wurde, die sie ansonsten in vierzig Tagen angesammelt hätten. Einen Ablass über vierzig Tage war das gängige Modell im Mittelalter. Das Geld, das zusammenkam, reichte, um die Kirche fertig zu bauen. So konnte schließlich im Jahre 1517 der Bau vollendet werden.

Erste-Hilfe-Training für Mitarbeiter

Am 27. April 2013 traf sich ein rundes Dutzend kirchlicher Mitarbeiter aus den unterschiedlichen Bereichen der Kirchengemeinde zu einem Erste-Hilfe-Training im Übungsraum der DLRG in Bettenhausen.


In lockerer Atmosphäre frischte der Ausbilder Uwe Gscheidle bei den Teilnehmern früher Gelerntes wieder auf und vermittelte auch die neuesten Maßnahmen aufgrund aktueller Erkenntnisse bei der Ersten Hilfe. So erklärte er auch die Funktion und den Einsatz eines Defibrillators. Die Handhabung konnte man gleich anschließend im praktischen Teil üben.


Das „runde Dutzend“ war sich einig, einen lehrreichen, interessanten und kurzweiligen Tag erlebt zu haben und beschloss ihn mit einem gemeinsamen Pizzaessen.


Für den Fall der Fälle ist die Sulzer Kirchengemeinde nun gerüstet – rette sich wer kann!