Bibelforum
Wir treffen uns sonntags um 19.30 Uhr im Evang. Gemeindehaus, um uns mit vorgegebenen fortlaufenden Bibeltexten zu beschäftigen. Eine Person bereitet sich für das Bibelgespräch vor.
Außerdem singen und beten wir und erleben Gemeinschaft.
Herzlich eingeladen sind Personen jeden Alters, die an Gottes Wort, der Bibel, Interesse haben.
Api-Summernight am 17. Juni 2012
Ein Höhepunkt in jedem Jahr ist die Api-Summernight.
Am 17. Juni 2012 ist es wieder so weit.
Markus Weimer, er ist Pfarrer und arbeitet im Albrecht-Bengel-Haus in Tübingen, spricht zum Thema: „Auslaufmodell Kirche?!“
Auf dem Weg zu einer Kirche der Zukunft.
Der Abend findet im Evangelischen Gemeindehaus Sulz statt und beginnt um
19.30 Uhr mit einem Büfett.
Api-Summernight am 26. Juni 2011
Das kann ja heiter werden …! – Wir Christen und der Humor
So lautete das Thema der Api-Summernight am 26. Juni 2011.
Nach dem traditionellen Büfett zum Auftakt des Abends gab es viel zu lachen:
Gerdi und Claus-Dieter Stoll lasen Witze vor.
Dann referierte Dr. Christoph Morgner aus Hannover. Hier nun einige Auszüge:
Passen Glaube und Freude, Wort Gottes und Lachen, fromm und fröhlich zusammen?
Ist ein Christ vorwiegend ein ernster und gesammelter Mensch?
Das Wort „Freude“ gehört zu den leuchtenden Worten in der Bibel. Da gibt es viele Stellen über die Freude. Z.B. „Die Freude am Herrn ist eure Stärke“ (Neh. 8,10) –
„Es soll meine Freude sein, ihnen Gutes zu tun“ (Jer. 32,41) – „Siehe, ich verkündige euch große Freude“ (Luk. 2,10) – „Freut euch in dem Herrn allewege“ (Phil. 4,4)
Das Kommen Jesu in die Welt und die Freude gehören zusammen.
Jesus ist nicht als Spielverderber in unsere Welt gekommen. „Wir sollen Leben und volle Genüge haben“ (Joh. 10, 10). Wenn Christen fröhliche Leute sind, ist das die normalste Sache der ganzen Welt.
Manches im Leben hemmt die Freude, z.B. Krankheit und Trauer. In der Bibel steht nicht: „Alle Tage Sonnenschein …“. Unser Leben ist gemischt: „Lachen hat seine Zeit, Trauern hat seine Zeit“ (Pred. 3). Wir erleben Urlaub und feiern Feste. Das sind begrenzte Freudenzeiten. Gott will, dass die Freude zu einem roten Faden wird, der unser Leben dauerhaft durchzieht. Ich habe das Christsein nicht verstanden, wenn ich meine: Ich bin gut, dann ist Gott gut zu mir. D.h., ich erwarte das Entscheidende des Christseins von mir selbst. Man hört von der Freude, aber man freut sich nicht. Wir nehmen Gott seine Güte nicht ab. „Der Herr hat Großes an uns getan, des sind wir fröhlich“ (Ps. 126,3). Christlicher Glaube ist eine hocherfreuliche Angelegenheit. Verfolgte Christen würden nicht an Jesus Christus festhalten, wenn der Glaube ihnen nicht Erfüllung bringen würde. Karfreitag wurde zur Stunde der Verwandlung, zur Versöhnung zwischen Gott und den Menschen. Aus dem Kreuz wird ein Signal der Liebe und des Friedens. Jesus wandelt unser Leben. Wir sind nicht mehr unseren Ängsten restlos ausgeliefert. Wir werden entkrampft und entspannt. Wir haben eine Adresse, an die wir uns wenden können und werden ruhig und getrost. Die Schuld von gestern erledigt sich, weil Jesus dafür gestorben ist. Es ist befreiend, wenn das einer für sich entdeckt: Gott hat mich in sein Herz geschlossen. Martin Luther sagte: „Gott ist nicht mein Feind, sondern mein Freund“. Wenn wir das begriffen haben, dann haben wir das Evangelium im Kern verstanden. Nicht die Leistung und die Pflicht sind entscheidend, sondern dass Gott uns mit Jesus ein Geschenk macht. Das löst Freude aus.
„Im Religionsunterricht fragte der Lehrer: Was haben wohl die Leute gedacht, als Jesus aus dem vielen Wasser bei der Hochzeit in Kana Wein machte?“. Da sagte ein Kind: „Den laden wir auch ein!“.
Darum geht es, dass wir Jesus in unser Leben einladen. Die Freude ist das Markenzeichen des christlichen Glaubens. Die Freude kommt als Geschenk vom Himmel in unsere Persönlichkeit, die unterschiedlich ist.
Wir singen auch Lieder über die Freude, z.B. „Jesus ist kommen, Grund ewiger Freude“ oder das Weihnachtslied: „Freuet euch, ihr Christen alle … Freude, Freude über Freude, Christus wehret allem Leide“.
Die Freude ist eine Frucht des Heiligen Geistes (Gal. 5, 22). Wo Menschen von Gott ihre Nährstoffe bekommen, von ihm umsorgt und gehalten werden, wächst Freude. Es gibt Gründe zum Danken. Humor ist auch ein soziales Schmiermittel. Man kommt besser miteinander aus. Humor macht den anderen nicht fertig, sondern geht wertschätzend mit ihm um. Die Medizin ist sich einig, und so steht es in der Apothekenumschau: Lachen ist gesund, gut für das Immunsystem, und die Menschen werden damit älter.
Es gibt verschiedene Arten der Freude:
Die Geborgenheitsfreude: Gott ist unser Zuhause. Aus seiner Hand kann uns nichts reißen.
Die Tätigkeitsfreude: Es bereitet Freude, sich für Gott „reinzuhängen“, sich für Menschen zu engagieren.
Die Begegnungsfreude: Man freut sich, Christen zu treffen und sich auszutauschen.
Gerade unter Christen gibt es viel Fröhliches zu erzählen. Wir sind nicht nur wunderbar, manchmal sind wir wunderlich.
Auch wenn wir ganz unten sind, haben wir doch einen Funken Freude.
Die Gelassenheit des Glaubens zeigt sich auch in schweren Stunden.
„In dir ist Freude in allem Leide“, was in diesem Lied steht, ist menschlich unmöglich.
Das, was auf mich einstürmt, frisst mich dann nicht auf. Die Freude wird zu einem Zeichen innerer Überlegenheit, einer Freiheit und erweist sich in schwierigen Verhältnissen. Denken wir an die Neger-Sklaven mit ihrer Gospelmusik, die Juden im 3. Reich, in Verfolgungszeiten, oder an Leute in einer Diktatur.
Humorvolle Menschen werden auch befreit aus ihrer Selbstverliebtheit und Selbstüberschätzung und von dem Denken, so und so müsste Gott handeln.
Eine fromme 60jährige Frau betet: „Lieber Gott, nun habe ich immer so viel gearbeitet und nicht viel erlebt. Bitte schenke mir, dass ich eine Weltreise machen kann.“
Das Gebet wird erhört. Die Tickets und Scheine liegen da. Alles ist bezahlt.
Dann darf auch ihr 60jähriger Mann um etwas bitten. Er betet so: „Lieber Gott, bitte schenke mir eine 30 Jahre jüngere Frau“. Auch dieser Wunsch wurde erfüllt: Der Mann war schwuppdiwupp 90 Jahre alt.
Wenn wir uns so wichtig nehmen, lacht Gott über uns. Nicht unsere Lebensumstände lösen Freude aus, sondern wenn wir uns an Jesus orientieren. Thielicke sagte: „Humor ist eine zeichenhafte Vorwegnahme der Weltüberwindung“. Die Freude, die von Jesus kommt, reichert sich im Laufe des Lebens an. Man wird alltagsfähig und widerstandsfähig. Hoffnung und Freude liegen beim Apostel Paulus eng beieinander.
Selbstverständlich hat unsere christliche Botschaft auch eine ernste Seite. Jesus spricht von der Buße, von der inneren und äußeren Umkehr. Jesus rät, die Kosten zu überschlagen, bevor man sich auf den Weg des Glaubens macht. Der Weg des Glaubens ist kein Zuckerschlecken. Doch der Ernst wird immer überstrahlt von der Freude. Nicht die Drohung löst Umkehr zu Gott aus, sondern die Güte.
Das Evangelium will uns helfen, unser Leben mit neuen Kräften anzupacken.
Api-Summernight 26.06.2011
Api-Summernight am 20. Juni 2010
Die einmal im Jahr im Evang. Gemeindehaus stattfindende Api-Summernight begann mit einem Büfett und lebhafter Unterhaltung.
Anschließend gab’s ein Konzert mit Christoph Zehendner (Sänger) und Michael Schlierf (Pianist), umrahmt mit Lesungen von Ingrid Zehendner und stimmungsvollen Bildern aus Israel.
Die Lieder und Texte standen unter dem Thema: „Im Blick – musikalische Fenster in die Welt der Psalmen“.
An die 3000 Jahre alt sind die Psalmen der Bibel – und doch topaktuell, erstaunlich nah dran an uns und unseren Erfahrungen. Denn die Psalmen sind wie das Leben: Vielfarbig und abwechslungsreich, mal hell, mal dunkel, voller Jubel, Trubel, Begeisterung und genauso voller Schmerz, Leid und Angst.
Ein Beispiel nach Psalm 36:
Ich schlepp mich durch die Tage, bin ausgebrannt und leer.
Und in mir brennt die Frage: Wo krieg ich Wasser her?
Mein Leben – eine Wüste, mein Weg verläuft im Kreis.
Allein würd ich verdursten, doch ich weiß:
Du bist die Quelle, die meine Sehnsucht stillen kann.
Du bist die Quelle. Fang in mir an.
Die lange weite Reise war ohne dich geplant.
Mein Plan klang ziemlich weise, doch hab ich nicht geahnt:
Wer ohne Vorrat loszieht, der schafft es nicht sehr weit.
Jetzt sitz ich hier, und meine Seele schreit:
Quelle des Lebens, die allezeit fließt,
die täglich genug für mich hat.
Quelle des Lebens.
Wer davon genießt, den machst du stark und satt.
Vorschau:
Am 26. Juni 2011 findet die nächste Api-Summernight statt.
Der Referent ist Dr. Christoph Morgner, Siegen (langjähriger Präses des Evang. Gnadauer Gemeinschaftsverbandes).