Gott begegnen auf dem Weg durch das Jahr der Stille 2010

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Das "Jahr der Stille" ist eine Aktion, die von mehreren kirchlichen Verbänden, Gemeinschaften, Gemeinden und Verlagen getragen wird (z.B. vom Bibellesebund e.V., vom Brunnen-Verlag, von der Deutschen Bibelgesellschaft, dem Ev. Gnadauer Gemeinschaftsverband, der Neukirchener Verlagsgemeinschaft, Gerth Medien, der Jesusbruderschaft Gnadental, dem Pfarrergebetsbund u.v.a.).
Das „Jahr der Stille“  lädt gezielt ein, Stille begleitend in das Leben zu integrieren. Es geht darum, achtsam zu werden für die Notwendigkeit der Stille und ihr Raum zu geben. Neue Formen zu entdecken und sie bewusst im Rhythmus des Alltags zu leben.

Das „Jahr der Stille“ will Aufmerksamkeit schaffen für einen Wert, dessen Wichtigkeit wir alle betonen – dessen konkrete Praxis wir aber oft vernachlässigen.

STILLE IST ETWAS GUTES
Aber wir kommen so selten dazu.

ARBEIT UND STILLE GEHÖREN ZUSAMMEN
Aber oft regieren nur Stress und Hektik.

EIGENTLICH SIND WIR DAFÜR
Aber insgeheim laufen wir davon weg.

Das „Jahr der Stille“ soll mit bewussten Akzenten die Gemeindearbeit prägen.
Viele Menschen entdecken: In einer multimedialen Welt wächst die Sehnsucht, echte Ruhepunkte für die eigene Seele zu finden. Andererseits: Da wo Menschen wirklich Stille erleben, fällt es ihnen oft schwer sie auszuhalten.

Das „Jahr der Stille“ will helfen, Balance zu finden. Ein gesundes Gleichgewicht zwischen Arbeit und Ruhe. Den faszinierenden Lebensrhythmus entdecken, den Gott selbst in uns angelegt hat. Stille einbauen lernen in den normalen Alltag von Beruf, Familie und Gemeinde. Und dabei dann Gott begegnen. Nicht bei sich stehen bleiben, sondern weiter gehen, hineinhorchen in die Stille, um darin Gottes Stimme zu hören. Dazu wollen wir unsere Kirchengemeinde in diesem Jahr auf vielerlei Weise einladen und anregen.

Übersicht über unsere Angebote zur Stille:

Das gibt es schon - und wird auch weitergeführt (evtl. in etwas veränderter Form):
  • Abendgebet
  • Taizé- Gebet, ökumenisch
  • Stilleelemente im Gottesdienst
  • Offene Kirche beim Weihnachtsmarkt
  • Lichterkirche in der Osternacht , Churchnight
  • Meditativer Tanz, ökumenisches Angebot von Frau Schneider- Müller

Neue Angebote:
  • Offene Kirche in der Sommerzeit
  • Stillerituale/Stille Zeiten in den Gruppen und Kreisen
  • Natur erleben mit Kindern
  • Informationen zum Jahr der Stille,
    Infostand am Verkaufsoffenen Sonntag im März mit dem Angebot von Stillem Wasser
  • Pilgerweg
  • Gebetsspaziergang
  • Stille im Labyrinth (auf dem Kirchberg)
  • Veranstaltung mit Andreas Schwantge am 10.Juni 2010 im Ev. Gemeindehaus, Thema: "Gott in dunklen, stillen Stunden begegnen"
  • Taizé-Gottesdienst

Viele Ideen und hilfreiche Impulse gibt es hier: www.jahrderstille.de
 

Gebetsspaziergang am 06. Oktober 2010


Nach dem Pilgerweg im Mai lud die Evang. Kirchengemeinde Sulz zu einer weiteren Aktion zum „Jahr der Stille“ ein - dem Gebetsspaziergang, einer kleinen Wanderung durch Feld, Wald und Flur.

Am Mittwoch, den 6. Oktober konnte Ursula Eggenweiler einige Interessierte auf dem Parkplatz Ramshalde begrüßen. Der Herbst zeigte sich von seiner trockenen Seite und somit stand nichts im Wege um in die Natur aufzubrechen.

Die vorbeifahrenden Landwirte sahen in uns bestimmt eine wandernde Turngruppe. Doch nicht die Bewegung stand im Vordergrund. Betend wollten wir mit Gott in Kontakt treten und uns und unser Leben in Gottes Schöpfung neu überdenken und ordnen.

Ein Gebetsheft mit dem Text des Vaterunsers und eindrücklichen Bildern von Bronzereliefs aus dem Gocher Vaterunser-Weg begleitete uns auf unserem Weg. An sieben Stationen erhielten wir Textimpulse zu den einzelnen Abschnitten des Gebetes, sprachen zusammen die Gebetszeilen und ließen uns auf die sich hierbei ergebenden Fragen an uns und unser Leben ein.  
Nach über einer Stunde konnten wir in der Dämmerung mit Blick auf den Hohenzollern gemeinsam mit dem Vaterunser abschließen. 
                
Alle waren sich einig, im Frühling werden wir uns wieder aufmachen, Gott in der Natur zu erleben und auf sein Wort zu hören.

Schade war nur, dass der einzige männliche Teilnehmer aufgrund unseres Schritttempos und unserer weiblichen Übermacht uns dann doch nicht begleitete.

Also Männer ! Im Frühjahr zählen wir auf Euch!

Eine Gebetsspaziergängerin


Impressionen vom Gebetsspaziergang am 06.10.2010
Impressionen vom Gebetsspaziergang am 06.10.2010
Impressionen vom Gebetsspaziergang am 06.10.2010
Impressionen vom Gebetsspaziergang am 06.10.2010
Impressionen vom Gebetsspaziergang am 06.10.2010
Impressionen vom Gebetsspaziergang am 06.10.2010
Impressionen vom Gebetsspaziergang am 06.10.2010

Impressionen vom Gebetsspaziergang am 06.10.2010



Ein reichhaltiges Programm mit Andreas Schwantge und seiner Handpuppe „Walter“ am 10. Juni 2010

Bereits am frühen Morgen war Andreas Schwantge mit seiner Mitarbeiterin angereist, denn am Vormittag durften Schüler der Grund- und Hauptschule den Kinderbuchautor mit seiner Bauchrednerpuppe erleben.
Eine „außergewöhnliche Religionsstunde“ gab es für die Klassen 1+2 und 3+4 .
Zunächst begeisterte Walter mit seinem lockeren Mundwerk und frechen Sprüchen die Kinder, dann lauschten diese gespannt der Geschichte, die nebenbei mit Hilfe eines Tafelbildes lebendig wurde. Zwischendurch wurden noch, mit einer Ukulele begleitet, zwei einfache Lieder gelernt und in Bewegung umgesetzt.









In den Klassen 5+6 ging Andreas Schwantge unter geschickter Einbeziehung der Kinder der Frage nach, wie ein Buch entsteht. Von der Idee angefangen über die Erstellung eines Manuskriptes, dem Korrekturlesen durch den Lektor bis hin zu Deckelgestaltung, Werbefeldzug und Vertrieb über den Buchhandel wurde alles eingehend besprochen und an der Tafel skizziert. „Beim Werdegang eines Buches können enorm viele Schwierigkeiten auftreten“, erzählte der Autor, der schon etliche Kinderbücher geschrieben hat, die sogar in die finnische und rumänische Sprache übersetzt worden sind.






Am Nachmittag im Gemeindehaus fesselte Herr Schwantge mit seiner Bauchrednerpuppe Walter, mit dem gemeinsamen Singen zweier Bewegungslieder, mit der Geschichte der 10 Aussätzigen und einem Ratespiel die jungen Zuhörer. Auf drängenden Wunsch der Kinder durfte Walter am Ende der Veranstaltung noch einmal aus seinem Koffer und mit ein paar kessen Sprüchen verabschiedete er sich von den Kindern.









Zum Thema „Gott in dunklen, stillen Stunden begegnen“ referierte A. Schwantge am Abend. Begegnungen mit Gott zeigte er an Beispielen aus der Bibel auf. Erlebbar wurden die dunklen Stunden, da es hierbei Stück für Stück im Raum dunkler wurde. Nach und nach heller wurde es bei den biblischen Gedanken zur Hilfe Gottes. Auch akustisch wurde dieses Erleben unterstützt.






 
 
Ein insgesamt gelungener Tag!
 
 

Pilgerweg - Aktion zum "Jahr der Stille"



Rückblick auf den Pilgerspaziergang vom 12.Mai 2010
Ausblick auf den Gebetsspaziergang am 06.10.2010
 
Im Rahmen des Jahres der Stille beging die Kirchengemeinde am 12.05.2010 neue Wege.
Erstmals wurde zu einem Pilgerspaziergang eingeladen.
Eingestimmt durch ein Lied startete die Gruppe unter der Führung von Ursula Eggenweiler ihren Weg. Stilles Gehen wechselte sich ab mit Worten und Gedanken zum Psalm 23 „Der Herr ist mein Hirte“. Für die Teilnehmer wurden die Worte erlebbar, führte der Weg mal steil bergauf, mal gewunden in das Dunkel des Waldes. Durch die Natur in ihren Facetten von Düften, Lauten und Licht und Schatten konnten die Worte des bekannten Psalmes in einer neuen Dimension erfasst werden.  Auf dem Weg konnte jeder für sich zur Ruhe kommen und sich der Nähe Gottes in seinem Leben ganz neu bewusst werden.
Nach einem gemeinsamen Lied und Gebet trennte sich die Gruppe nach über einer Stunde, wobei jeder erfüllt und gestärkt in seinen Alltag zurückkehrte.
Wer aus welchen Gründen auch immer im Mai nicht teilnehmen konnte, ist heute schon zu einem weiteren Gebetsspaziergang am 06.10.10 eingeladen.
Nähere Information werden zeitnah über die örtliche Presse bekanntgegeben.
 
 


Offene Kirche mit Stille-Ecke

Eine Kirche ist immer ein besonderer Raum, in jeder Stadt, in jedem Dorf. Wir wollen diesen einzigartigen Raum nicht nur für Gottesdienste und sonstige Veranstaltungen nutzen, sondern ihn auch als Freiraum für Stille und Einkehr sehen.
Deshalb wollen wir unsere Stadtkirche öffnen und zwar zunächst einmal in den Sommermonaten 13. Mai bis 26. September 2010.
Je öfter unsere Kirche „aufgeschlossen“ ist, desto mehr Menschen, so erhoffen wir uns, fühlen sich davon angesprochen und werden sie besuchen. Dass jeder zu jeder Zeit in der Kirche herzlich willkommen ist, das ist die Botschaft, die wir dabei vermitteln wollen.
Nun gibt es in vielen Kirchen ja eine besondere Gebetsecke oder eine Gebetswand. Mit unserer Stille-Ecke wollen wir einen ruhigen Ort (ohne Lärm und Telefon) schaffen, an dem es gelingt, in die Stille einzutauchen, mit Anliegen vor Gott zu kommen und Gott zu begegnen. Wir wollen diesen Ort der Stille, dem Schweigen und Hören auf Gott widmen.
Kärtchen mit Gebeten, Segenswünschen, Texten und Liedversen laden zur Meditation ein, sind jedoch auch, wie die Stille-Tipps, zum Mitnehmen gedacht. Gebetsanliegen, Fürbitten, einfach alles, was Sie vor Gott bringen wollen, schreiben Sie in das für diesen Zweck ausgelegte Buch, und wir werden Ihre Anliegen in unsere Gebete einbeziehen.
Wir wünschen Ihnen, dass die Stille-Ecke in unserer geöffneten Stadtkirche für Sie ein Ort der intensiven Begegnung mit Gott sein kann.


Stille Ecke in der Stadtkirche
Stille Ecke in der Stadtkirche
Stille Ecke in der Stadtkirche

Stille Ecke in der Stadtkirche



Infostand am verkaufsoffenen Sonntag 21.03.2010

Dieses Jahr fand am 21.03.2010 in Sulz der "Tag der offenen Tür" statt.
Auch die evangelische Kirchengemeinde beteiligte sich daran und informierte auf dem Marktplatz zum aktuellen Jahresthema "Jahr der Stille".
Die Kirchengemeinderäte luden die Besucher zu einem Glas "stillem Wasser" ein und freuten sich über das rege Interesse an dem Thema.