Stefanie Fritz neue Pfarrerin in Sulz

Der Verbundkirchengemeinderat Sulz-Holzhausen hat am 23. Mai Pfarrerin Stefanie Fritz als neue Pfarrerin auf die Pfarrstelle Sulz II gewählt.

Stefanie Fritz ist seit September 2014 als Pfarrerin zur Dienstaushilfe beim Dekan im Kirchenbezirk Sulz tätig und übernahm dabei auch Aufgaben in der Verbundkirchengemeinde Sulz- Holzhausen. In dieser Zeit konnte sie die Kirchengemeinde kennenlernen und erlebte den Zusammenschluss der Kirchengemeinden Sulz und Holzhausen zur Verbundkirchengemeinde mit. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen in der Kirchengemeinde und vielen freundlichen und offenen Begegnungen mit Gemeindegliedern, hat sie sich dazu entschieden sich auf die vakante Pfarrstelle zu bewerben. Sie freut sich sehr darauf, das Zusammenwachsen der Verbundkirchengemeinde Sulz-Holzhausen zu begleiten und die Gemeindearbeit mit zu gestalten. Besonders wichtig ist ihr dabei, die verschiedenen Menschen die in der Kirchengemeinde vorkommen wahrzunehmen und miteinzubeziehen, da die Kirchengemeinde von den Menschen lebe, die sich in ihr einbringen.

Stefanie Fritz ist in Böblingen-Dagersheim aufgewachsen, wo sie in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit aktiv war. Nach dem Studium in Tübingen, Greifswald und Salamanca/Spanien war sie Vikarin im Kirchenbezirk Weinsberg, bevor sie im September 2014 Pfarrerin zur Dienstaushilfe beim Dekan in den Kirchenbezirk Sulz kam.

Pfarrerin Stefanie Fritz wird die Pfarrstelle Sulz II voraussichtlich zum 1. September übernehmen, die Investitur durch Dekan Vallon ist für den 17. September um 9.30 Uhr in der Stadtkirche Sulz geplant.

Thomas Lehnardt neuer Pfarrer in Sulz-Holzhausen

Thomas Lehnardt wird neuer Pfarrer in Sulz-Holzhausen. Der Kirchengemeinderat der Verbundkirchengemeinde hat den 59-Jährigen am Donnerstag gewählt.

Pfarrer Thomas Lehnardt ist gegenwärtig noch Referent beim Dekan in Münsingen. Er vertritt dort die erste Pfarrstelle an der Martinskirche und nimmt die Aufgaben des geschäftsführenden Pfarrers der Gesamtkirchengemeinde wahr.Mit der anderen Hälfte seines Dienstauftrags arbeitet er als Referent beim Regionalbischof von Reutlingen, Prälat Dr. Christian Rose.

Neben dem Dienst beim Prälaten von Reutlingen wird Pfarrer Lehnardt die Gemeindepfarrstelle Sulz-Holzhausen übernehmen. Im letzten Jahr haben sich die Kirchengemeinden Sulz und Holzhausen zur ersten Verbundkirchengemeinde der Landeskirche zusammengeschlossen. „Ich finde es reizvoll mitzuhelfen, dass dieses innovative Projekt gelingt. Aus zweimal eins kann etwas Neues zusammenwachsen“, antwortet der neu gewählte Pfarrer auf die Frage, was ihn an der Stelle als Landpfarrer reizt.

„Ich freue mich darauf, mit Menschen am Sonntag ansprechende Gottesdienste zu feiern, und in der Woche den Alltag zu teilen. Dafür möchte ich gerne in Holzhausen wohnen.“ Die Kirchengemeinde Holzhausen hat in den letzten Jahren immer wieder Pfarrerwechsel erlebt. Die vielen erfahrenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien ein großer Schatz, meint der neue Stelleninhaber. „Ich bin gespannt zu sehen, was da gewachsen ist und welche Pflege es braucht, damit die Saat weiter gut gedeiht.“

Thomas Lehnardt ist in Duisburg aufgewachsen. Nach seinem Studium der Evangelischen Theologie und der Judaistik in Wuppertal, Tübingen, Bonn/Köln und Jerusalem hat er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in Tübingen und Münster gearbeitet. Seit 1992 war er im Pfarrdienst unter anderen in Stuttgart, Herrenberg und Mittelstadt tätig. Thomas Lehnardt hat zwei erwachsene Töchter.

Pfarrer Lehnardt tritt seinen Dienst in Sulz wahrscheinlich Anfang September an. Die Investitur durch Dekan Ulrich Vallon ist für den 10. September um 9.30 Uhr in der Georgskirche in Sulz-Holzhausen geplant.

Licht an für Menschlichkeit

Jeden Sonntagabend eine Kerze ins Fenster stellen… Ein Zeichen für Menschlichkeit in unserem Land – allen gegenüber.

Eine Initiative des Bistums Dresden-Meißen und der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens.

Verbundkirchengemeinde Sulz-Holzhausen

Seit kurzem gibt es die Verbundkirchengemeinde Sulz-Holzhausen. Als erster Verbund von Kirchengemeinden dieser Art in Württemberg wurde sie nun offiziell konstituiert. Alle notwendigen Schritte und Planungen konnten in erstaunlich kurzer Zeit in die Wege geleitet werden. Erst im November 2015 hatte die Evangelische Landeskirche diese neue Form der Zusammenarbeit von Kirchengemeinden überhaupt ermöglicht.

Dass sich die kirchliche Arbeit verändert und beide Kirchengemeinden mit zusammen gut 2200 Evangelischen vor Herausforderungen stellt, haben die Kirchengemeinderäte aus Holzhausen und Sulz seit langem beobachtet. Für einige Angebote finden sich nicht genug Teilnehmende, bei anderen Angeboten fehlen die Mitarbeitenden. Die Pfarrstelle in Holzhausen war mit einem halben Dienstauftrag für Bewerber nicht attraktiv und schwer zu besetzen. Deshalb hatten sich beide Kirchengemeinden mit Beratern, unter anderem mit dem ehemaligen Dekan Frank Morlock aus Tuttlingen, auf den Weg gemacht. Es wurde analysiert, Veränderungen wurden angestoßen. Beim gemeinsamen Beraten und bei Gemeindeversammlungen überzeugten schließlich die Chancen einer Verbundkirchengemeinde. In diesem Verbund bleiben die Kirchengemeinden Holzausen und Sulz zwar bestehen und behalten ihr Eigentum wie beispielsweise Gemeindehäuser. Sie bilden aber nun einen Verbund, der alle bisherigen Aufgaben wahrnimmt. Das ist neu und gibt es in Württemberg bisher so noch nicht. Eine Ortskirchliche Verwaltung ist das neue, zuständige Gremium. Bei der Konstituierung wurde als erster Vorsitzender Dekan Ulrich Vallon bestimmt. Zweiter Vorsitzender wurde Karl Mutschler. Wichtiges Anliegen in den Beratungen: Alle bisherigen Angestellten, das sind zum Beispiel die Erzieherinnen, Hausmeister und Mesner, werden ohne Veränderung von der Verbundkirchengemeinde übernommen. Gabi Hertenberger, bisher Kirchenpflegerin in Holzhausen, ist in den Kirchengemeinderat des Verbundes zugewählt. Sie wird als Verwaltungsfachkraft angestellt und arbeitet eng mit Kirchenpflegerin Traude Mangold zusammen. Diese neue Kirchenpflege für die Verbundkirchengemeinde wird zukünftig in Holzhausen sein. Obere Straße 2: dort wo Gabi Hertenberger als Sekretärin für das Pfarramt Holzhausen schon ihren Dienstort hat. Das geschäftsführende Pfarramt ist beim Dekan in Sulz.

Eine besondere Chance der Verbundkirchengemeinde bestehe darin, dass die zwei Pfarrstellen Holzhausen (50 Prozent) und Sulz II (100 Prozent) aufeinander abgestimmt wurden. „Da sie jetzt dem Verbund zugeordnet sind, haben wir geschaut, dass Aufgaben klar zugeschnitten sind. Das macht die Pfarrstelle in Holzhausen attraktiver, weil nun klar ist, dass man mit einer halben Stelle nicht alle Aufgaben wahrnehmen muss. Gerade viele Verwaltungsaufgaben fallen weg,“ erklärt Dekan Ulrich Vallon. In Geschäftsordnungen sei festgelegt, dass die Pfarrstelle Sulz II für die Arbeit mit Kindern, der Jugend und den Senioren Verantwortung trage. Von der Pfarrstelle in Holzhausen würden Schwerpunkte in der Erwachsenenbildung und beim Besuchsdienst gesetzt. „Dabei aber immer mit dem Blick auf den ganzen Verbund“, präzisiert der Sulzer Dekan.

Vor zukünftigen Kirchenwahlen ist dem zweiten Vorsitzenden Karl Mutschler nun wohler: „Es war in der Vergangenheit schwer, Kandidaten für den Kirchengemeinderat zu finden. Wenn im Herbst 2019 neu gewählt wird, dann braucht man weniger als bisher“. 14 Mitglieder wird das Leitungsgremium dann noch haben. Bis dahin sind die 19 bisherigen Mitglieder aus Holzhausen und aus Sulz im neuen Verbundkirchengemeinderat vertreten. Mutschler erhofft sich zudem weniger Sitzungen. Ein Ausschuss für Bausachen und Kindergarten wird diese Bereiche weitgehend selbstständig regeln.

In den Beratungen immer wieder ein Thema: die Gottesdienste. Diese, so wurde in den Geschäftsordnungen festgelegt, werden weiterhin in Holzhausen und in Sulz jeden Sonntag gefeiert. Bisher war fast immer in Holzhausen um 9.00 Uhr Gottesdienst. Das ändert sich nun immer am ersten Sonntag im Monat. Dann ist der frühe Gottesdienst in Sulz und in Holzhausen beginnt der Sonntagsgottesdienst um 10.15 Uhr. An den anderen Sonntagen bleibt es umgekehrt. Auch festgelegt wurden die Konfirmationen in beiden Orten. Darauf vorbereiten werden sich die Jugendlichen aus Holzhausen und Sulz gemeinsam. Jährlich wechselnd übernehmen die Pfarrer auf den Stellen Holzhausen und Sulz II den Konfirmandenunterricht. So legt es die Geschäftsordnung fest.

Dekan Vallon ist sich nach der Gründung der ersten Verbundkirchengemeinde in Württemberg sicher: „Wir haben die Grundlage für die Zukunft gelegt. Durch diesen Verbund konnten wir die Versorgung der Gemeinden weit über den nächsten Pfarrplan hinaus sicherstellen.“

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an Dekan Ulrich Vallon, Dekanatstraße 6, 72172 Sulz am Neckar, Telefon: 07454 2376

Von links nach rechts: Dekan Ulrich Vallon (erster Vorsitzender der Verbundkirchengemeinde Sulz-Holzhausen), Karl Mutschler (zweiter Vorsitzender der Verbundkirchengemeinde Sulz-Holzhausen)